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Verjüngungskur für die Meißner Busflotte

Verjüngungskur für die Meißner Busflotte

Meißen. 2,3 Millionen Euro gibt die Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) für neue Busse aus. Gestern gab es dafür aus dem sächsischen Verkehrsministerium einen Fördermittelbescheid über 900 000 Euro.

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Beschnuppern eine Anschaffung aus dem vorigen Jahr: VGM-Chef Andreas Hemmersbach, Weinböhlas Bürgermeister Reinhart Franke (CDU), Meißens OB Olaf Raschke (parteilos), VGM-Chef Rolf Baum und Verkehrsminister Sven Morlok (FDP, v. l. n. r.)

Quelle: Solaris Bus & Coach S.A.

"Mit der Förderung wird der Kauf von zehn weiteren Bussen möglich", sagt VGM-Geschäftsführer Rolf Baum.

Das Verkehrsunternehmen, das seit 2004 zu den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) gehört, habe zuvor jahrelang wegen fehlender Fördermittel nicht in die Busflotte mit 105 Fahrzeugen investieren können. Die Ursache dafür liegt in den sächsischen Förderricht- linien, die eine Unterstützung erst ab ei- nem durchschnittlichen Flottenalter von acht Jahren erlaubt. "Wenn das der Durchschnitt ist, dann bedeutet das, dass darunter Busse in einem Alter von 16 Jahren und aufwärts sind", begründet Baum, warum er ein Kritiker dieser Förderpraxis ist. Eine Million Kilometer können solche Fahrzeuge schon auf dem Tacho haben.

Immerhin können die VGM jetzt Busse ausmustern, die mehr als 14 Jahre ihren Dienst getan haben. Kehrseite der Medaille: "Unser Flottenalter sinkt wieder unter durchschnittlich acht Jahre, weswegen wir bis zur nächsten Anschaffung warten müssen", sagt Andreas Hemmersbach, der ebenfalls VGM-Geschäftsführer ist. Vor Einführung der Förderrichtlinie habe das Flottenalter bei 6,5 Jahren gelegen. Der Unterschied fällt nicht nur Fahrgästen auf, die sich Gedanken über Fahrkomfort und Sicherheit machen, sondern auch den beiden Geschäftsführern bei der Abrechnung der Betriebskosten, weil neue Fahrzeuge deutlich sparsamer im Verbrauch sind.

Immerhin kann die VGM trotz der gealterten Busflotte derzeit eine gute Bilanz vorweisen, wie aus dem kürzlich veröffentlichten Jahresabschluss für das Jahr 2013 hervorgeht. Demnach hat die Verkehrsgesellschaft 2013 rund 360 000 Euro Gewinn erwirtschaftet. Das ist in etwa das Doppelte des Vorjahreswerts. Grund für die Steigerung ist ein Einmal-Effekt, der auf eine veränderte Ein- nahmenaufteilung im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) zurückgeht, die der VGM Einnahmen von rund 8,7 Millionen Euro beschert hat (2012: 8,46 Millionen Euro).

Die Passagierzahlen gingen leicht zurück, von 11,86 Millionen auf 11,8 Millionen. Das lässt sich auch mit dem Hochwasser 2013 erklären, das insbesondere den Fährverkehr in Kötitz und Diesbar-Seußlitz beeinträchtigt hat. Die beiden Fähren haben mit rund 93 000 Passagieren rund 40 000 weniger befördert als noch im Vorjahr. Die Verkehrsleistung blieb relativ konstant bei 8,9 Millionen Kilometern. Nach dem Willen des Kreistags soll sie weiterhin in dieser Höhe bleiben, weshalb nicht mit größeren Einschnitten ins Liniennetz zu rechnen ist.

Insgesamt rund 19,2 Millionen Euro haben die VGM 2013 eingenommen (2012: 18,4 Millionen Euro). Größter Ausgabenposten sind die Lohnkosten für die 225 Mitarbeiter. Sie schlagen sich mit rund 7,6 Millionen Euro in den Büchern nieder. Beachtlich sind auch die "Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe", wie es in der Bilanz heißt. Im Allgemeinen sind darunter die Kosten für den Diesel zu verstehen. Sie betragen rund 3,3 Millionen Euro. Schwer zu sagen, ob in diesem Bereich Einsparungen möglich sind. Zwar helfen neue Busse mit ihren modernen Motoren den Verbrauch zu senken, der derzeit je nach Strecke zwischen 29 und 40 Liter je 100 Kilometer liegt. Andererseits steigen die Preise für Kraftstoff kontinuierlich an, so dass für starke Einspareffekte auch mehr neue Busse angeschafft werden müssten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.07.2014

Uwe Hofmann

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