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Verbraucherschutzministerium: Zwei Traubenproben mit verbotenem Mittel entdeckt

Weinskandal geht weiter Verbraucherschutzministerium: Zwei Traubenproben mit verbotenem Mittel entdeckt

Der sächsische Weinskandal geht in die nächste Runde. Offenbar haben einzelne Traubenerzeuger nicht dazu gelernt und auch 2016 wieder unerlaubte Pflanzenschutzmittel angewendet. Bei amtlichen Stichproben der Ernte 2016 sind zwei Erzeuger von Keltertrauben erneut aufgefallen.

Offenbar haben einzelne Traubenerzeuger nicht dazu gelernt und auch 2016 wieder unerlaubte Pflanzenschutzmittel angewendet.

Quelle: dpa

Dresden/Meißen. Der sächsische Weinskandal geht in die nächste Runde. Offenbar haben einzelne Traubenerzeuger nicht dazu gelernt und auch 2016 wieder unerlaubte Pflanzenschutzmittel angewendet. Wie das sächsische Verbraucherschutzministerium mitteilte, sind bei amtlichen Stichproben der Ernte 2016 zwei Erzeuger von Keltertrauben aufgefallen. In ihrem Lesegut sei ein Rückstand eines in Deutschland nicht für den Weinbau zugelassenen Pflanzenschutzmittelwirkstoffes nachgewiesen worden.

In beiden Fällen handelt es sich nämlich um Spiroxamin, bisher war immer Dimethoat und Iprodion gefunden worden. „Spiroxamin ist ein Mittel zur Bekämpfung von Schadpilzen, vor allem Schimmelpilzen“, so das Ministerium weiter. Es sei seit 2010 nicht mehr im Weinbau zugelassen, die Aufbrauchsfrist endete zum 31. Dezember 2012. Die Traubenproben stammten von zwei Traubenerzeugern, die im Rahmen des bisherigen Geschehens nicht auffällig geworden seien.

Es gibt aber auch Erfolge zu vermelden: 27 der 29 Proben waren einwandfrei. Die Untersuchungen der Keltertrauben der Ernte 2016 sind nach Einschätzung von Staatsministerin Barbara Klepsch (CDU) ein „weiterer Schritt der im Sommer angekündigten Qualitätsoffensive für die sächsischen Weine“. Sie sprach von „aktivem Verbraucherschutz“. Engmaschige Kontrollen bereits am Anfang des neuen Weinwirtschaftsjahr seien ein richtiges Instrument. Weiter hieß es weniger konkret: „Hinsichtlich der beiden mit Spiroxamin kontaminierten Traubenproben sind nun die zuständigen Behörden und die betroffenen Weinbetriebe gefordert, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und nicht rechtskonforme Produkte vom Markt fernzuhalten.“ Auf DNN-Anfrage erklärte das Ministerium, alle 25 seit September zur Qualitätsweinprüfung eingereichten Weine seien im Labor ohne Beanstandungen geblieben.

Von Lars Müller

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