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Verärgerter Tourismusverband Erzgebirge sagt Dresdens Weihnachtshauptstadt-Kampagne den Kampf an

Verärgerter Tourismusverband Erzgebirge sagt Dresdens Weihnachtshauptstadt-Kampagne den Kampf an

Dresden trommelt in aller Welt nicht mehr nur mit der Sonderkampagne ‚Dresden. Gibt dem Winter Glanz‘, sondern wirbt seit 2013 mit dem Zusatz „Weihnachtshauptstadt“.

Diverse Analysen und Studien bescheinigen Dresden eine große Attraktivität als Weihnachtsstadt. „Daher nennen wir uns jetzt ‚Weihnachtshauptstadt‘, da bis dato auch noch keine andere deutsche Stadt den Gegenbeweis angetreten hat“, sagt Bettina Bunge, Chefin der Dresden Marketing GmbH.

Das stößt dem Tourismusverband Erzgebirge aber richtig sauer auf. „Wir sind Weihnachten!“ protestiert Geschäftsführerin Veronika Hiebl. „Die Wiege der deutschen Weihnachtskultur liegt im Erzgebirge – ob das Schwibbögen, erzgebirgische Volkskunst, Bergaufzüge oder auch Hutzenabende betrifft. All das sind Traditionen, die ihren Ursprung im Erzgebirge haben, und die wir auch heute noch leben. Weihnachten ist nämlich mehr als Märkte mit Glühwein, Striezel, Bratwurst, mehr als Konsum.“

Veronika Hiebl empfindet die Weihnachtshauptstadtkampagne der Landeshauptstadt nicht nur als „äußerst unglücklich“, sondern auch als Konkurrenz. Sie fürchtet vor allem einen Verlust von Tages- und Wochenendtouristen. „Ich glaube nicht, dass Gäste, die nur ein bis drei Tage nach Dresden fahren, erst auf den Striezelmarkt in Dresden gehen und dann noch ins Erzgebirge fahren.“

Der Tourismusverband Erzgebirge wolle nicht in einen Kleinkrieg mit Dresden verfallen, so Hiebl. „Aber wir überlegen, wie wir künftig noch klarer kommunizieren, wo das wirkliche Weihnachtsland ist.“ Einige Partner seien jetzt schon von sich aus mit Vorschlägen gekommen. „Die Erzgebirgler sind erfinderisch. Uns mangelt es nicht an Ideen!“ betont die Tourismusfrau aus dem Erzgebirge. Eine klare Kampfansage für die Weihnachtshauptstadt Dresden. Wütend ist Hiebl allerdings nicht. „Nur von dem, was wirklich gut ist, wollen andere auch etwas abhaben. Dass andere von unserem guten Ruf profitieren wollen, sollte uns vielleicht sogar ein bisschen mit Stolz erfüllen.“

Catrin Steinbach

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