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VVO hebt die Preise an: Nahverkehr wird deutlich teurer

VVO hebt die Preise an: Nahverkehr wird deutlich teurer

Die Preise für Busse und Bahnen im Bediengebiet des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) steigen in diesem Jahr um durchschnittlich 3,6 Prozent. Das haben die Mitglieder des VVO-Zweckverbandes am Mittwoch in Weinböhla entschieden.

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Der VVO erhöht zum 1. November die Preise. Eine Einzelfahrt in Dresden kostet künftig 2,20 Euro.

Quelle: Sebastian Kahnert

Die neuen Preise gelten ab dem 1. November.

Regelmäßig im November erhöht der Verbund die Fahrpreise und begründet dies in der Regel unter anderem mit gestiegenen Kraftstoff- und Energiekosten. Der Strompreis ist für Straßenbahnen und Nahverkehrszüge binnen fünf Jahren um 18 Prozent gestiegen, so die VVO, der Dieselpreis in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zu 2012 bereits um reichlich drei Prozent.

Dieses mal trifft die Preiserhöhung vor allem die Nutzer von Einzelfahrkarten, also Nahverkehrskunden, die nur gelegentlich mit Bus und Bahn fahren. Der Preis für diese Fahrkarten soll von derzeit 2 Euro um zehn Prozent auf 2,20 Euro steigen. Viererkarten kosten demnach künftig 7,80 Euro, zur Zeit müssen dafür 7,50 Euro gezahlt werden. Für eine Abo-Monatskarte werden 1,50 Euro mehr und damit 47,50 Euro fällig.

Neu ist ab November die Fahrradtageskarte, die 2 Euro für eine Tarifzone kosten soll. 3 Euro pro Drahtesel will der VVO dagegen für Fahrstrecken verlangen, die eine Tarifzonengrenze überschreiten. Das gilt zum Beispiel für Dresdner, die ihre Räder in der S-Bahn mit in die Sächsische Schweiz nehmen wollen und ist zugleich der Höchstpreis pro Fahrrad.

Nicht nur gestiegene Kosten für Treibstoff und Strom führte der VVO als Begründung für die neue Preisrunde ins Feld, auch die Personalkosten seien in die Höhe geschnellt, heißt es in einem Papier, in dem die Vorschläge begründet werden. Die haben die Arbeitnehmer, darunter auch die Mitarbeiter der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) im Februar unter anderem mit einem ganztägigen Warnstreik durchgesetzt. Das Ergebnis: Binnen zwei Jahren sollen die Gehälter um 6,3 Prozent klettern. Dazu kommen seit 2012 sinkende Zuschüsse des Freistaats für den Schülerverkehr. Nach eigener Rechnung muss der Verbund 2013 im Vergleich zu 2011 allein wegen der geringeren Zuschüsse im Ausbildungsverkehr auf 2,3 Millionen Euro verzichten.

Zum VVO gehören mehrere Nahverkehrsunternehmen, darunter die Bahn, die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), die Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) und die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS). Sie alle haben die neuen Preise bereits Ende März abgesegnet. Der VVO verspricht sich von den geplanten Preiserhöhungen 6,19 Millionen Euro mehr in der Kasse. Damit sollen auch Verbesserungen an der Verkehrsinfrastruktur - etwa durch den Bau eines neuen P+R-Platzes mit 153 Plätzen in Meißen sowie die Sanierungen vo Bahnsteigen in Kamenz und Altenberg - unterstützt werden.

"Insgesamt nutzten erneut über 204 Millionen Fahrgäste die Angebote der Verkehrsunternehmen im Verbund", bilanzierte Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Zweckverbands Verkehrsbund Oberelbe (Z-VOE), das Jahr 2012. Das sei besonders vor dem Hintergrund des mit dem Kirchentag und dem Tag der Sachsen überaus erflorgreichen Vorjahres ein gutes Ergebnis.

Dass es diese Preiserhöhung zum 1. November 2013 geben soll, haben die Unternehmen im VVO bereits Ende 2012 beschlossen. Kurz zuvor, im November 2012, kletterten die Fahrkartenpreise im VVO-Gebiet um bis zu 12,5 Prozent. Besonders heftig traf es damals die Tageskarten, die auch jetzt wieder teurer werden.

Sachsens Grüne schoben am Donnerstag der Landesregierung den Schwarzen Peter zu. „Ihre Verkehrspolitik macht den ÖPNV in Sachsen kaputt. Damit steigen die Kosten für Bus und Bahn überproportional – damit werden die umweltfreundlichen Verkehrsmittel eindeutig geschwächt", so Eva Jähnigen, verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion.

„Die Tarifentwicklung im ÖPNV geht mit der Entwicklung der Einkommen vieler Geringverdiener nicht mehr konform. Der VVO hat damit seine Tarife seit dem Jahr 2010 um durchschnittlich 15 Prozent erhöht. Besonders bitter ist die aktuell beschlossene Erhöhung des Einzeltickets um zehn Prozent von 2 Euro auf 2,20 Euro.“

Christoph Springer / sl

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