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VVO-Bilanz: Preise steigen im Durchschnitt um 3,2 Prozent – mehr Stammkunden hinzugewonnen

VVO-Bilanz: Preise steigen im Durchschnitt um 3,2 Prozent – mehr Stammkunden hinzugewonnen

Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (Z-VOE) zieht für 2013 eine positive Bilanz – die Preise steigen (die DNN berichteten) jedoch zum 1. November um durchschnittlich 3,2 Prozent.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Insgesamt nutzten im vergangenen Jahr über 204 Millionen Fahrgäste das Angebot im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO).

„Dieses stabile Ergebnis ist vor dem Hintergrund des langen Winters und des Juni-Hochwassers bemerkenswert“, sagte der Meißner Landrat Arndt Steinbach, Vorsitzender des Zweckverbandes. Insbesondere bei den Stammkunden konnte der Verbund zulegen. Die Anzahl der Vielfahrer stieg laut VVO im Jahresvergleich um 1,7 Prozent.

Tickets werden teurer

Eine Anhebung der Ticketpreise sei jedoch unvermeidbar. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Verbandes, die Fahrpreise zum 1. November 2014 anzupassen. Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Z-VOE, argumentierte: „Im vergangenen Jahr sind die Kosten der Unternehmen im VVO trotz der Schwankungen bei den Energiepreisen weiter gestiegen. Für ein attraktives Angebot im öffentlichen Nahverkehr ist daher eine moderate Tarifanpassung notwendig.“ Die Zeitkarten aller Preisstufen werden teurer, kündigte der Verband an. Hierzu zählen Wochenkarten, Monats- und Abo-Monatskarten, 9-Uhr- und 9-Uhr-Abo-Monatskarten sowie Jahreskarten. So wird beispielsweise die Abo-Monatskarte für die Preisstufe A 1 (Tarifzone Dresden) um 1,50 Euro teurer und kostet dann 49 Euro. Während der Preis der Einzelfahrt für eine Preisstufe konstant bleiben soll, werden andere Einzelfahrten über mehrere Preisstufen um 10 bis 20 Cent teurer. Künftig koste beispielsweise die Einzelfahrt von Meißen nach Radebeul vier Euro, die Fahrt von Dresden nach Bad Schandau sechs Euro.

Regionaler Zugverkehr soll verbessert werden

Als Ersatz für die im Dezember wegfallenden IRE-Züge zwischen Dresden und Hof sollen künftig mehr RE-Züge eingesetzt werden. Die Fahrten sollen künftig alle zwei Stunden mit drei Doppelstockwagen durchgeführt werden und das bereits bestehende Angebot des RE 3 ergänzen. Auch die Zugverbindung zwischen Chemnitz und Dresden soll optimiert werden. „Die bisher bestehenden Lücken am Vormittag und am Wochenende werden geschlossen, so dass zukünftig durchgängig stündlich schnelle Züge fahren“, kündigte der VVO am Mittwoch an.

Auch die neue Verbindung vom tschechischen Rumburk über Sebnitz und Bad Schandau nach Děčín ist beschlossen. Ab dem 5. Juli 2014 verkehren die Züge der Linie U 28 bis zu acht Mal täglich im Zwei-Stunden-Takt. Das neue Angebot ist Bestandteil des tschechischen Regionalnetzes „Šluknovsko“ und wird für die nächsten fünf Jahre von der Tschechischen Bahn České dráhy gemeinsam mit der DB Regio AG betrieben. Im Abschnitt Sebnitz – Bad Schandau verkehrt die neue Linie anstelle der Züge der Städtebahn Sachsen. Deren Züge aus Pirna enden künftig in Sebnitz. Im Abschnitt Bad Schandau – Děčín ersetzt die Nationalparkbahn den Elbe-Labe-Sprinter. Der neue Verkehrsvertrag soll für Touristen deutliche Verbesserungen bringen. Die neuen Verbindungen schaffen einen Stundentakt zwischen Tschechien und Sachsen. Auf der neuen Linie in Sebnitz fahren die letzten Züge jetzt später.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Dresdner Stadtrat sehen die Notwendigkeit, die Fahrpreise den gestiegenen Kosten anzupassen und sind deshalb nicht generell gegen Tariferhöhungen, teilte die Fraktion am Donnerstag mit. "Allerdings liegen die Preiserhöhungen beim VVO schon seit mehreren Jahren beim Doppelten der allgemeinen Teuerungsrate und damit über dem vertretbaren Rahmen", hieß es seitens der Grünen.

Der Linken-Stadtrat und Verbandsrat Jens Matthis sagte: "Diese Erhöhung untergräbt die sozial ausgleichende und die verkehrslenkende Funktion des ÖPNV, weil sie die realen Kostensteigerung allein auf die ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer abwälzt."

dbr

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