Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Urteil im Prozess um brutalen Angriff auf Hamburger Schüler erwartet

Urteil im Prozess um brutalen Angriff auf Hamburger Schüler erwartet

Neun Monate nach einem brutalen Überfall auf einen Hamburger Schüler im sächsischen Bad Schandau wird am Mittwoch ab 11 Uhr das Urteil gegen die mutmaßlichen Schläger erwartet.

Voriger Artikel
Kollision mit der Kirnitzschtalbahn
Nächster Artikel
Polizei sucht Besitzer von Diebesgut in Freital

In Bad Schandau begann vergangene Woche der Prozess wegen des Überfalls auch einen Hamburger Schüler in der sächsischen Schweiz.

Quelle: dpa

Die drei jungen Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren haben nach Angaben des Opfer-Anwalts in dem nicht öffentlichen Prozess bereits eingeräumt, den damals 15-Jährigen Hamburger mit asiatischen Wurzeln geschlagen zu haben. Den Vorwurf, das aus Fremdenhass getan zu haben, hätten sie vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Pirna aber bestritten.

Sie müssen sich unter anderem wegen schwerer Körperverletzung verantworten. Der Überfall hatte im September vergangenen Jahres auch bundesweit Schlagzeilen gemacht, da die Polizei zunächst von rassistischen Motiven ausgegangen war. Später war dieser Vorwurf aber wieder fallengelassen worden. Wahrscheinlicher sei ein Streit um Fußball, hieß es damals. Die Angeklagten sollen den Hamburger Schülern, die auf Klassenfahrt in der Sächsischen Schweiz waren, von einem Dorffest bis zur Jugendherberge gefolgt sein. Den 15-Jährigen, der nicht mit seinen Klassenkameraden auf dem Fest war, sollen sie auf dem Weg zur Toilette getroffen haben. Er wurde so schwer im Gesicht von Faustschlägen getroffen, dass Kiefer und Augenhöhle brachen.

Der Teenager, der als Nebenkläger auftritt, nimmt selbst nicht an der Verhandlung teil. Sein Anwalt Björn Elberling geht weiter von einem rassistischen Hintergrund aus und wirft den Ermittlungsbehörden unzureichende Aufklärung vor. Im Falle einer Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung droht zumindest dem 26-Jährigen eine Freiheitsstrafe. Die beiden anderen sind als Heranwachsende nach Jugendstrafrecht zu behandeln. Sollte sich doch noch eine rechtsradikale Gesinnung als Tatmotiv herausstellen, würde sich das strafverschärfend auswirken.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr