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Unterrichtausfall an Förderschulen im Kreis Meißen

Unterrichtausfall an Förderschulen im Kreis Meißen

In sechs der acht Förderschulen im Kreis Meißen ist der planmäßige Unterricht nicht abgedeckt. Laut Sächsischer Bildungsagentur (SBA) beträgt die Ausfallquote an Förderschulen im Kreis Meißen 4,6 Prozent.

"Das kann zum Beispiel an krankheitsbedingtem Ausfall von Lehrkräften, Kuraufenthalten liegen", erklärt SBA-Sprecherin Katrin Reis. "Auch schlagen im ersten Halbjahr zwei Tage Streik zu Buche."

"Bei den Bemühungen um Beschulung von Kindern mit Behinderung an Regelschulen dürfen Kinder, die weiter Förderschulen besuchen, nicht auf der Strecke bleiben", kritisiert Annekathrin Giegengack. Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag hatte in einer Kleinen Anfrage zu dem Thema beim Kultusministerium nachgehakt. Rang eins in der daraufhin vorgelegten Liste belegt im Landkreis die Meißner Schule zur Lernförderung. Dort können nur 91 Prozent des sogenannten Grundbereichs abgedeckt werden. Auch die Schule für geistig Behinderte "An der Nassau" Meißen und das Coswiger Förderschulzentrum "Peter Rosegger" (FSZ), bei denen fünf bzw. sechs Prozent der Stunden nicht abgedeckt werden, haben zu kämpfen. An der Anne-Frank-Förderschule in Radebeul sind es sogar nur acht Prozent.

Dort war eine Lehrkraft gegangen. Im kommenden Schuljahr soll sie wohl ersetzt werden, hofft man an der Schule. Bis dahin würden Alternativangebote intern abgeklärt. "Wir versuchen, alles zu ermöglichen, damit kein Unterricht ausfällt", sagt die Schulleiterin Gerlinde Ziegner. "Außerdem können wir die Kinder, die mit dem Fahrdienst her-kommen und wieder abgeholt werden, nicht einfach nach Hause schicken." Eltern und Kinder müssen sich auf die festgelegten Zeiten verlassen können.

So fände der Unterricht für die rund 65 Kinder der Anne-Frank-Schule trotzdem statt - entweder "gruppenübergreifend oder in anderer Form" als geplant. Die Arbeit mit behinderten Kindern an den Partner-Schulen in Radebeul, Coswig und Moritzburg werde aber fortgesetzt.

Ähnliche Projekte des FSZ Coswig gibt es laut der stellvertretenden Schulleiterin Beatrix Adam ebenfalls weiter. "Wenn es aber nicht anders geht, müssen hier Stunden ausfallen", sagt sie. Prüfungsrelevante Fächer blieben außen vor. In Absprache mit der SBA sei so etwa der Ethik-Unterricht in der neunten Klassenstufe von zwei auf eine Stunde pro Woche gekürzt worden.

Eine Wende in der Problematik sei laut Zahlen der SBA noch nicht in Sicht. Die Zahl der Förderschüler ist konstant. Sie liegt bei rund 1200 pro Schuljahr. Die Zahl der Lehr-Kräfte liegt bei rund 230. "Die Bewerberlage für Förderschulen ist jedes Jahr nicht ausreichend", erklärt Katrin Reis. Das Schuljahr 2012/13 sei mit einer 95-prozentigen Absicherung im Grundbereich gestartet. Es sei schwer, junge Lehrer in ländlichere Regionen zu locken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.06.2013

Klingbeil, Stephan

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