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Unbeeindruckt vom Manufaktur-Umbau - Stadträte wollen Marke "Meissen" weiter löschen

Unbeeindruckt vom Manufaktur-Umbau - Stadträte wollen Marke "Meissen" weiter löschen

Meißen. Das Echo auf die von Finanzminister Georg Unland (CDU) am Sonntag angekündigte Umstrukturierung innerhalb der Porzellanmanufaktur Meißen (DNN berichteten) fällt zwiespältig aus.

Während die Landtagsopposition um Linkspartei und Grüne ihr Misstrauen ausdrückt, zeigen sich Meißens Stadtpolitiker überrascht bis unbeeindruckt. "Wir nehmen es wohlwollend zur Kenntnis, aber es ist noch keine andere Lage eingetreten, zumindest nicht für unsere Fraktion", sagt Wolfgang Tücks. Die von ihm geführte Stadtratsfraktion Unabhängige Liste Meißen/FDP ist eine der vier, die Anfang Dezember einen Antrag zur Löschung der von der Manufaktur gehaltenen Wortmarke "Meissen" im Stadtrat diskutieren will. An diesem Plan wolle man festhalten, sagt Tücks. "Was wir offiziell auf den Weg gebracht haben, lässt sich aber auch offiziell wieder beenden", lässt er ein Hintertürchen offen.

Linke-Fraktions-Chef Ullrich Baudis will ebenso wie Tücks am Fahrplan der Fraktion festhalten. "Es ist nicht wirklich ein entscheidendes Signal aus Dresden gekommen", kritisiert er. Immerhin sei es ein positives Zeichen, "dass sich der Freistaat zu uns bekennt" und mit der geplanten Gründung einer Meisterschule das wichtige Handwerk der Manufakturisten erhalten wolle. Wichtiger sei jetzt aber zu erfahren, wer als kaufmännischer Geschäftsführer der Manufaktur zum neuen starken Mann neben Geschäftsführer Christian Kurtzke wird. In Meißen geht man davon aus, dass diese Person künftig als Ansprechpartner der Meißner Stadtöffentlichkeit fungieren soll - im Markenstreit also künftig am Verhandlungstisch sitzen wird. Er vermutet, dass die Personalie noch in dieser Woche bekannt werde, dann wolle man weitersehen, so Baudis. Ähnlich hält es CDU-Fraktions-Chef Falk Werner Orgus, der erst mit seiner Fraktion beraten will, ehe er die weitere Strategie festlegt. OB Olaf Raschke (parteilos) wollte gestern keinen Kommentar abgeben.

Anders die Landtagsopposition. Linke wie Grüne beklagen, dass ihnen weder das Gutachten der Wirtschaftsprüfer von KPMG noch der Sonderbericht des Landesrechnungshofs zur Manufaktur vorliegen. Während die Grünen beklagen, dass das Parlament beim Entschluss zur Umstrukturierung gänzlich außen vor gelassen wurde, bezeichnen die Linken die geplante Gründung einer Stiftung als "gewagte Konstruktion".

Christian Kurtzke, der gestern von einer Chinareise heimkehrte, begrüßte, dass "endlich Bewegung in den Umgang mit der Porzellan-Manufaktur Meissen" komme. Er berichtete von einem Auftrag in Shanghai für Meissen Couture über vier Millionen Euro. Am 9. Januar soll in Peking eine Meissen-Flagship-Boutique eröffnet werden, es folge eine in Shanghai.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.11.2014

uh/mf

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