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Umformtechnik: Unternehmen in Radebeul expandiert

Umformtechnik: Unternehmen in Radebeul expandiert

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Wo geschmiedet wird, ebenso. Jedes Jahr werden bei den Unternehmen Aluminumtechnik (ALTR) und Umformtechnik (UFT) Radebeul rund 680 Tonnen Aluminiumreste entsorgt.

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Die Dresdnerin Silke Jorich arbeitet bei der Umformtechnik Radebeul an einer der sechs Abgratpressen, die ab Ende August in dem Neubau unterkommen. Die Maschinen schaffen Platz für eine neue Schmiedepresse. Fotos (3): Martin Förster

Quelle: Martin Förster

Das macht laut dem Chef der beiden Firmen, Stephan Schneider, rund ein Drittel des verarbeiteten Materials aus.

Damit das Metall nicht verloren geht, sondern wiederverwendet werden kann, wird der Aluminiumabfall gesammelt, mit Gabelstablern zu Containern gekarrt, dort entleert. Dann holen Lkws die Behälter ab, transportieren sie zu einem Partnerunternehmen in Sachsen, das die Aluminiumabfälle einschmilzt. Das Metall können auch UFT und ALTR wieder nutzen, um ihre Teile zu formen, die später zum Beispiel in Motorrädern, Kaffeemaschinen, Skiern oder Feuerwehrtechnik verbaut werden. Um "wettbewerbsfähig zu bleiben", sagt Schneider, will er dieses Verfahren automatisieren. Das heißt: Förderbänder ersetzen bald die Gabelstaplerfahrten. Und eine neue Halle gibt es obendrein. Direkt neben der Produktion der UFT wird deshalb gebaut. Seit Ende 2012 expandiert der Doppel-Standort schon wieder. Der kleinere Teil des Neubaus bietet künftig den Containern Platz, die über Förderbänder mit den Metallresten aus der Fertigung befüllt werden. Dies soll bereits Ende August möglich sein. Im größeren Teil des neuen Anbaus werden hingegen schwere Maschinen untergebracht. Sechs der sogenannten Abgratpressen aus der nun zu engen UFT-Produktionshalle kommen unter. Sie schaffen somit Platz für eine neue Schmiedepresse mit 1600 Tonnen Presskraft. Da dazu aber noch ein 125 Kubikmeter großes Fundament gegossen werden muss, wird das Gesamtvorhaben erst in diesem Dezember komplett abgeschlossen.

Über vier Millionen Euro investieren die Unternehmen in die Erweiterung. "Der Schritt war für uns nötig, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben", erklärt der Geschäftsführer. Das bedeute aber nicht, dass Beschäftigte entlassen werden. Im Gegenteil "Wir werden nur nicht mehr ganz so viele neue Mitarbeiter einstellen", sagt Schneider.

Als er die Nachfolgefirma des VEB Hochspannungs- und Armaturenwerk Ende 2005 übernommen hatte, gab es 37 Beschäftigte dort. Nach Gründung der ALTR 2006, wo ergänzend zu der UFT-Schmiede Werkzeug gebaut, Prototypen gefertigt, Metallteile bearbeitet und montiert werden, wuchs die Zahl der Mitarbeiter stetig. Derzeit seien es fast 150. Ein Drittel davon arbeitet bei UFT.

Beide Unternehmen an der Fabrikstraße sind seit 2006 deutlich gewachsen, sagt Schneider. Die Auftragslage sei sehr gut. Für dieses Jahr rechnet der 56-Jährige mit einem Umsatz seiner zwei Firmen von 16 bis 18 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wäre dies ein Wachstum von zirka zehn Prozent.

Auf dem bisherigen 8600 Quadratmeter großen Erbbaupacht-Gelände der zwei Betriebe ist aber kein großes Wachstum mehr möglich - und nicht geplant. 2007 war die erste Aluminiumtechnik-Halle errichtet worden, im Vorjahr die zweite. 18 Millionen Euro wurden seit 2006 investiert - die neue Halle inklusive.

Der Zukunft sieht der aus Nordrhein-Westfalen stammende Geschäftsführer optimistisch entgegen. Die Maschinen würde weiterhin von Sonntagabend bis Sonnabendmorgen rattern. Das Know-how von der Fabrikstraße sei gefragt. Mehr als 200 Produkte werden in den zwei Werken entwickelt und gefertigt, über vier Millionen Teile jedes Jahr von Radebeul-West aus in die Welt geliefert. Kunden der Radebeuler sind unter anderem BMW und Audi, außerdem die Firma Siemens.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.07.2013

Stephan K.

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