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Umbau in der Führung der Porzellanmaufaktur Meissen - Biedenkopf raus aus Aufsichtsrat

Umbau in der Führung der Porzellanmaufaktur Meissen - Biedenkopf raus aus Aufsichtsrat

Meißen. Kurt Biedenkopf ist nicht mehr Aufsichtsratschef der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen. Damit setzt der Freistaat Sachsen als Gesellschafter den Umbau in der Führung des Traditionsbetriebes fort.

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Christian Kurtzke

Quelle: PR

Mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten hätten auch sein Stellvertreter Franz Ritter und Johann Gierl das Kontrollgremium verlassen, teilte das Finanzministerium in Dresden am Mittwoch mit.

Das Ausscheiden der Aufsichtsräte sei das Ergebnis einer Unterredung von Finanzminister Georg Unland mit Biedenkopf (beide CDU) und Ritter am Dienstag. Einzelheiten dazu wurden nicht mitgeteilt. Unland dankte Biedenkopf für seine großen Verdienste um den Erhalt des sächsischen Kulturguts Porzellan-Manufaktur Meissen.

Im März hatte Geschäftsführer Christian Kurtzke das Unternehmen verlassen. Sein Wachstumskurs, auf dem er die über 300 Jahre alte Manufaktur in einen weltweit operierenden Luxuskonzern umbauen wollte, ist umstritten. Biedenkopf - der seit der Übernahme des Betriebes von der Treuhand 1991 dem Aufsichtsrat vorstand - hatte Kurtzke stets den Rücken gestärkt. Die Personalie bedeute aber keine Abkehr vom Wachstumskurs, sagte Ministeriumssprecher Stephan Gößl. „Das sind jetzt nur personelle Änderungen im Aufsichtsrat. Alles Weitere steht jetzt nicht zur Debatte.“

Nach dem Weggang Kurtzkes führt Tillmann Blaschke die Geschäfte in Meissen bislang allein. Er war Kurtzke Ende vergangenen Jahres an die Seite gestellt worden. An den Plänen, einen weiteren neuen Geschäftsführer zu berufen, soll festgehalten werden. Die knapp 660 Mitarbeiter seien über das Ausscheiden Biedenkopfs und der beiden anderen Aufsichtsräte informiert worden, sagte Meissen-Sprecherin Sandra Jäschke.

Das Unternehmen ist seit Jahren defizitär und immer wieder auf Finanzspritzen des Freistaates angewiesen gewesen. 90 Mitarbeiter sind seit Juli in Kurzarbeit. Dem Aufsichtsrat gehörten eigentlich zehn Mitglieder an, darunter drei Arbeitnehmervertreter. Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) hatte das Gremium im Frühjahr im Streit mit Kurtzke um die Nutzungsrechte der Marke Meissen verlassen.

Das Finanzministerium kündigte an, den Aufsichtsrat schnell neu zu besetzten. In der ersten Sitzung des Gremiums soll dann ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender gewählt werden. Dies solle innerhalb der kommenden Wochen geschehen

dpa

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