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Ulrich Jungermann, Stadtmaler von Meißen, mit Personalausstellung

Ulrich Jungermann, Stadtmaler von Meißen, mit Personalausstellung

Perspektive, Motiv, Licht - wenn all das stimmt, dann "knallt" es bei Ulrich Jungermann. Seit Jahrzehnten zieht der Meißner Stadtmaler durch die Porzellanstadt und ihr Umland, immer auf der Suche nach dem richtigen Plätzchen, an dem er seine Staffelei aufbauen kann.

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Ulrich Jungermann will Ansichten malen, deren Bedeutung weit über das Motiv hinausragen.

Quelle: Uwe Hofmann

Und wenn er es dann gefunden hat, bannt er in verblüffend kurzer Zeit die eindrücklichsten Ansichten in seine Malerei. "Das habe ich in 15 Minuten hingeknallt", sagt er etwa über einen dieser beglückenden Momente, als er eines der Bilder betrachtet, die ab Sonntag in einer Personalausstellung in den Räumen des Meißner Kunstvereins im Bennohaus zu sehen ist.

Der Anlass dafür ist Jungermanns 60. Geburtstag. Dabei hätte es nicht unbedingt eines besonderen Anlasses bedurft, feiert sich die Stadt doch in den Drucken, Zeichnungen und Gemälden des gebürtigen Stralsunders selbst. Das hat viel mit der Arbeitsweise des früheren Porzellanmalers zu tun, der von 1971 bis 1976 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studierte. Jungermann malt und zeichnet immer von der Natur, lässt sich entsprechend auf die Einflüsse der Umwelt ein. "Der Sprung in die Natur ist natürlich eine Überwindung", sagt er. "Man bekommt die Masse der Realität zu spüren."

Vor dem Motiv angekommen geht es ihm ums "genaue Hinsehen, ohne irgendwelche Ausflüchte", wie er im Seitenblick auf die Kunstgriffe abstrakter Künstler meint. Was aber nicht bedeutet, dass Jungermann seine Motive bloß abmale. "Ich suche nicht das Abbild von der Natur, sondern das Geistige, das ich damit verbinde", sagt er. Und nennt Klassik und Romantik als seine Vorbilder, wobei seine Bilder unverkennbar auch Einflüsse der französischen Impressionisten zeigen.

Die Ausstellung zeigt all das in verschiedenen Stadtansichten und Landschaftsbildern, offenbart aber auch, dass Jungermann ein ausgezeichneter Porträtist ist, der mit wenigen Mitteln ein genaues Bild von einer Person vermitteln kann. Eindrücklich sind auch die von den Hochwassern 2002, 2006 und 2013 zeugenden Bilder, die Jungermann in einer dem Fotografen ähnlichen Arbeitsweise gemalt hat, teilweise im Wasser stehend, während rings um ihn Helfer und Flutopfer durcheinander wirbelten.

iBis 28. September: Meißen - Stadt und Landschaft, Malerei und Grafik von Ulrich Jungermann, Markt 9, Di.-Fr. 11-18 Uhr, Sa. 10-15 Uhr, Eintritt frei.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.08.2013

Hofmann, Uwe

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