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Über den Gründer der Heilanstalt Sonnenstein ist eine Biografie erschienen

Buchvorstellung Über den Gründer der Heilanstalt Sonnenstein ist eine Biografie erschienen

Am Donnerstag, 12. Mai, 18 Uhr, lädt das Stadtarchiv Dresden zur Buchpräsentation von Dr. Boris Böhm ein. Es geht um Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf (1765-1836). Wohl kaum eine Persönlichkeit hat das sächsische Wohlfahrtswesen des 19. Jahrhunderts nachhaltiger geprägt.

In der von Canaletto in der Zeit 1755 bis 1760 gemalten Festung Sonnenstein gründete Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf eine Heilanstalt.

Quelle: Foto: Wikipedia

Pirna/Dresden. Die Familie Nostitz zählte zum Lausitzer Uradel und war eines der ältesten und einflussreichsten Adelsgeschlechter in der Oberlausitz. Ein berühmter Spross war der sächsische Staatsminister, Sozialpolitiker und Dichter Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf (1765-1836). Sein Wirken blieb nicht nur auf Ostsachsen beschränkt. Er hinterließ auch Spuren in Pirna. 1811 gründete er die Heil- und Pflegeanstalt im Schloss Sonnenstein.

Dr. Boris Böhm, Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, hat sich aus Anlass des 250 Geburtstages im vorigen Jahr intensiv mit dem Leben dieses Sozialreformers gewidmet. Das Resultat ist eine gut 190 Seiten starke und reichbebilderte Biografie. In 14 Kapiteln schildert er den Lebensweg des am 21. April 1765 in See bei Niesky geborenen Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf. Nach seinem Studium in Leipzig, welches er bereits im Alter von 16 Jahren aufnahm, wirkte er über viele Jahrzehnte in zahlreichen Ämtern, etwa als Oberamtshauptmann, Präsident der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Oberkonsistorialpräsident und sächsischer Konferenzminister. Am deutlichsten waren seine Bemühungen als Vorsitzender der Kommission für die Landes-Straf- und Versorgungsanstalten um die Durchsetzung einer menschenwürdigen Fürsorge für verarmte und psychisch erkrankte Menschen. Wohl kaum eine Persönlichkeit hat das sächsische Wohlfahrtswesen des 19. Jahrhunderts nachhaltiger geprägt als Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf. Sein religiös begründeter, tief verwurzelter Humanismus drückte sich auch in der materiellen Unterstützung von Schulen und Armenhäusern in seiner Oberlausitzer Heimat und in Dresden aus.

Das Buchcover zeigt ein Porträt von Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf

Das Buchcover zeigt ein Porträt von Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf.

Quelle: Kulturhistorisches Museum Görlitz

Am kommenden Donnerstag um 18 Uhr lädt das Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1, Geschichtsinteressierte zur Buchpräsentation ein. Dr. Boris Böhm wird in seinem Vortrag die Biografie von Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf Revue passieren lassen und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf sein Wirken in Dresden legen. Im Vortrag wird auch auf seinen Sohn Eduard Gottlob eingegangen, der als hoher Staatsbeamter, sächsischer Innenminister und Landtagsabgeordneter ebenfalls bedeutende Leistungen für das Königreich Sachsen vollbracht hat. An dem Abend ist die Publikation (ISBN 978-3-9813772-9-3) erhältlich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Von Silvio Kuhnert

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