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Ü30-Partys werden aus der Pirnaer Herderhalle verbannt

Zu laut für die Nachbarn Ü30-Partys werden aus der Pirnaer Herderhalle verbannt

Zu Disco-Musik hat es sich ausgetanzt in Pirna. Die beliebten Ü30-Partys dürfen vorerst nicht mehr in der Herderhalle stattfinden. Sie sind zu laut, wie eine Lärmmessung ergaben hat. Mit bis zu 14 Dezibel dröhnte vor allem der Bass, der tieffrequente Schall, über dem gesetzlich erlaubten Wert für Nachtstunden.

Die Herderhalle in Pirna (Archivbild).

Quelle: Archiv

Pirna. Zu Disco-Musik hat es sich ausgetanzt in Pirna. Die beliebten Ü30-Partys dürfen vorerst nicht mehr in der Herderhalle stattfinden. Sie sind zu laut, wie eine Lärmmessung ergaben hat. Mit bis zu 14 Dezibel dröhnte vor allem der Bass, der tieffrequente Schall, über dem gesetzlich erlaubten Wert für Nachtstunden aus der Mehrzweckhalle hinaus und in das angrenzende Wohngebiet hinein.

Nach Beschwerden wegen zu hoher Lautstärke ließ die Stadtverwaltung Lärmmessungen rings um die Sport- und Veranstaltungshalle in diesem Frühjahr in Copitz machen. Gemessen wurde auch während der jüngsten Ü30-Party. „Die unabhängigen Experten kommen zu dem Ergebnis, dass diese Veranstaltungen mit Disco-Charakter derzeit ausgesetzt werden müssen“, teilte Stadtsprecher Thomas Gockel mit. Die vorübergehende Aussetzung soll aber nicht zwangsläufig das völlige Aus dieser Veranstaltungsreihe, die zwei- bis dreimal im Jahr stattfindet, bedeuten.

Die Stadt verfolgt das Ziel, dass es auch künftig Ü30-Partys geben kann. „Nach den vorliegenden Pegelüberschreitungen prüft die Verwaltung derzeit, welche schallschutztechnischen Verbesserungen an der Halle durchgeführt werden können“, informierte Gockel. Als besonders schalldurchlässig haben sich die Notausgangstüren erwiesen. Darüber hinaus stellt die Verwaltung Überlegungen an, wie künftig die An- und Abreise der Partybesucher besser und lärmmindernd organisiert werden kann.

Bis eventuelle bauliche Veränderungen zur Verbesserung des Lärmschutzes an der Herderhalle vorgenommen sind, prüft die Stadt für die Zwischenzeit mögliche Ausweichstandorte für diese Disco-Veranstaltungen. Allerdings stehen im Stadtgebiet kaum andere Veranstaltungsorte zur Verfügung. Für Disco-Besucher stehen somit die Karten in der Sandstein-Stadt ziemlich schlecht. Anfang 2015 schloss die einzige Diskothek in der Stadt, das Piroyal, für immer seine Pforten.

Das Aus für Disco-Musik in der Herderhalle bedeutet nicht das generelle Aus für Veranstaltungen in der Herderhalle. „Nachdem das aus der Baugenehmigung noch ausstehende Lärmschutzgutachten durchgeführt wurde, bestätigt sich der beschrittene Weg der Stadt, die Herderhalle weiter als Veranstaltungsstätte zu nutzen“, so Gockel. Das Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass Veranstaltungen auch nach 22 Uhr als sogenannte „seltene Ereignisse“ mehrmals im Jahr stattfinden können und bestätigt damit die berechnete Lärmprognose. Zu diesem Veranstaltungstyp gehört „Pirna tanzt!“, eine vom Tanzsportclub „Silberpfeil“ alljährlich organisierte Tanzvorstellung. Bei der diesjährigen Ausgabe wurden ebenfalls Lärmmessungen vorgenommen. Die Experten hatten hier nichts zu bemängeln.

S. Kuhnert

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