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Tutima kommt mit neuen Uhren auf den Markt - Zehn Millionen Euro in Standort Glashütte investiert

Tutima kommt mit neuen Uhren auf den Markt - Zehn Millionen Euro in Standort Glashütte investiert

Mit einer Kollektion neuer Zeitmesser macht die Uhrenfabrik Tutima ihre Rückkehr nach Glashütte perfekt. Ob "Saxon One", "Grand Flieger", "M2" oder "Patria" - die Modelle werden alle das Gütesiegel "Made in Glashütte" tragen.

Glashütte. Die Vorbereitungen für den Verkaufsstart laufen auf Hochtouren. Bald werden die neuen Tutima-Uhren in den Handel kommen.

Mit der Serienproduktion mechanischer Armbanduhren hat der Uhrenhersteller seine Produktion von Ganderkesee bei Bremen wieder ins Müglitztal verlagert, das der Begründer von Tutima 1945 verlassen hatte. Mit der Rückkehr schlägt das Unternehmen gleichzeitig ein neues Kapitel in der Firmengeschichte auf. Anders als bei den Zeitmessern aus Niedersachsen, in denen Schweizer Werke eingebaut wurden, fertigt es seine Uhrwerke nun selbst. In der ehemaligen Bahnmeisterei am Busbahnhof hat die Manufaktur seit 2008 ihr Domizil.

Gestern verschaffte sich Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) bei einem Firmenrundgang einen persönlichen Überblick. Und er war beeindruckt und fasziniert. Dass ein Uhrwerk aus winzigen Kleinteilen besteht, war dem Politiker zwar bekannt. "Dass sie aber so klein sind, ist mir wieder so richtig bewusst geworden", so der Minister, der bei seinem Besuch in Glashütte auch im Uhrenmuseum vorbei schaute.

Die erste Uhr der neuen Tutima-Uhrengeneration aus Glashütte ist bereits seit 2011 auf dem Markt. "Sie besteht aus 550 Einzelteilen", berichtete Betriebsleiter Alexander Philipp. Drei Jahre war das Unternehmen allein mit der Entwicklung der "Hommage Minutenrepetition" beschäftigt. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist quasi eine Zeitansage. Mittels Tonfedern werden durch unterschiedliche Klänge die seit Mittag oder Mitternacht verstrichenen Stunden, Viertelstunden und Minuten heruntergezählt.

Die Herstellung ist aufwendig und nimmt viel Zeit in Anspruch. Im Erdgeschoss sitzen die Entwickler am Computer, zeichnen und berechnen die richtigen Maße für das Präzisionswerk. Im Keller wird an einer Bohr- und Fräsmaschine jedes Einzelteil produziert. Im ersten Obergeschoss beweist ein Uhrmacher sein Fingerspitzengefühl und setzt die Miniteile zu einem Uhrwerk zusammen. Der Zusammenbau einer "Hommage" dauert drei bis dreieinhalb Monate. So eine Uhr hat einen stattlichen Preis. Eine "Hommage" mit einem Roségoldgehäuse kostet 168 000 Euro, mit Platingehäuse geht der Zeitmesser für 179 000 Euro über die Theke.

Während die Produktion der Minutenreputation seit 2011 läuft, widmete sich der Uhrenhersteller ganz der Entwicklung der Prototypen für die Serienkollektion. 25 Mitarbeiter zählt das Unternehmen heute in Glashütte. Neben der Manufaktur am Busbahnhof entstehen die Uhren für die vier neuen Linien in Räumen an der Hauptstraße.

"Bis jetzt haben wir rund zehn Millionen Euro investiert", informierte Philipp. Die Summe bezieht sich auf das gesamte Projekt seit dem Kauf der Bahnmeisterei im Jahr 2004. Beim Verkauf seiner neuen Uhren möchte sich Tutima vor allem auf Deutschland und die USA konzentrieren. "Diese Märkte haben Priorität", erklärt der Betriebsleiter.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.07.2014

Silvio Kuhnert

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