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Treppe wird ab April im Bismarckturm gebaut

Treppe wird ab April im Bismarckturm gebaut

Es tut sich etwas am Bismarckturm in Radebeul. Zunächst lässt sich das allerdings nur virtuell erkennen: Im Internet hat der Verein für Denkmalpflege und neues Bauen die Seite www.

Radebeul.

bismarckturm-radebeul.de komplett überarbeitet und informiert unter der Adresse über sein Projekt, die 1907 zu Ehren des 1898 verstorbenen Reichskanzlers Otto von Bismarck errichtete Säule durch eine Treppe mit Plattform zu einem Aussichtspunkt auszubauen. Um dieses vor etwa drei Jahren erstmals formulierte Vorhaben war es zuletzt still geworden. Dass es nun neuen Schwung im Internet gewinnt, hat seinen Grund: Am 1. April soll der Grundstein für den Treppenbau gelegt werden. Anlass dafür gibt der 200. Geburtstag von Bismarcks, der an diesem Datum gefeiert wird.

Bis dahin hat der Verein allerdings noch viel zu tun. So muss der Bauantrag noch abgegeben werden, wie Tobias Plessing, Vereinsmitglied und Stadtrat (Bürgerforum / Grüne) sagt. Außerdem prüfe der Verein noch, inwieweit sich die Treppe in Abschnitten bauen ließe. Denn nach wie vor fehlt dem Verein Geld für das Vorhaben, das in der jüngeren Geschichte Radebeuls das größte, rein durch Spenden finanzierte ist. Am Baufortschritt könnte sich dann der Spendenstand ablesen lassen, was hilfreich bei der Einwerbung von neuen Geldern sein könnte, erläutert Plessing die Überlegung.

Bisher hat der Verein etwa 50 000 Euro an Spenden eingenommen, weitere 20 000 Euro seien schriftlich zugesagt. Das entspricht in Summe etwa einem Drittel der veranschlagten Baukosten. Die setzen sich aus etwa 150 000 Euro für die Treppe und weiteren rund 50 000 Euro für alles übrige, also Videoinstallation, Tür, Elektrik, Aussichtsplattform, Planung und Statik zusammen.

Der zweite Kostenbestandteil soll aber in den nächsten Wochen klarer aufgeschlüsselt werden, damit Unterstützer auch konkrete Arbeitsleistungen sponsern können. Schon jetzt können Interessierte Patenschaften für eine der 83 Stufen, die die Lebensjahre von Bismarcks symbolisieren, durch eine Spende erwerben. 18 Stufenpaten habe man bereits gefunden, ebenso 15 Podestpaten, informiert Plessing.

Unklar ist, wie lange es dauern wird, bis Besucher erstmals ihren Blick von der dann neuen Turmplattform ins Elbtal, aber auch ins Moritzburger Hochland schweifen lassen können. Es bietet sich dafür ein weiteres Jubiläum an: 2017 wird der Bismarckturm 110 Jahre alt. Ob dieser Termin realistisch ist, werde das nächste Jahr zeigen, meint Plessing.

Das hängt nicht nur vom Spendenfluss ab, sondern von den Planungen der Stadt. Die hat in den Etat des nächsten Jahres Gelder für die konkreten Planungen zu den Außenanlagen eingestellt, die entsprechend im Jahr 2016 verwirklicht werden könnten. Das hört sich allerdings leichter an, als es ist. Denn es geht dabei einerseits um die Gestaltung eines für das Stadtbild sehr bedeutenden Bereichs, in dem sich mit Spitzhaus, Spitzhaustreppe, Muschelpavillon und Bismarckturm gleich vier weithin sichtbare Wahrzeichen Radebeuls ballen. Zudem ist das Areal relativ eng, was die Antwort auf die Frage, wo Ausflügler zum Bismarckturm ihre Autos künftig abstellen sollen, nicht einfach macht.

Außerdem ist der Turm selbst sanierungsbedürftig, worum sich die Stadt ebenfalls kümmern muss. Dabei geht es zunächst darum, den unteren Bereich so zu ertüchtigen, dass er durch eine Tür verschlossen werden kann, so dass der Treppenbau des Vereins geschützt wird, wie Plessing sagt. Ein Engagement des Vereins für Denkmalpflege und neues Bauen sei dabei denkbar, sagt er, ohne konkrete Summen zu nennen.

Spendenkonto: Sparkasse Meißen, Empfänger: Spende Bismarckturm, BIC: SOLADES1MEI, IBAN: DE42 8505 5000 0500 1197 83

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.12.2014

Uwe Hofmann

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