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Tragödie bei Hartha: Kuhherde trampelte Rentnerin tot

Tragödie bei Hartha: Kuhherde trampelte Rentnerin tot

Der idyllische Kurort Hartha ist über die Pfingstfeiertage von einer Tragödie aufgeschreckt worden. Das Unglück kostete eine 85 Jahre alte Frau das Leben. Sie wurde am Sonntagabend plötzlich von einer Kuhherde angegriffen und totgetrampelt.

Wie die Polizei gestern mitteilte, wollte die Rentnerin gegen 18.30 Uhr von ihrem Wohnhaus kurz zu ihrem Gartengrundstück rüberlaufen. Als Abkürzung benutzte sie schon seit vielen Jahren einen Trampelpfad, der über eine Wiese unweit der Friedrich-Schiller-Straße führt. Am Sonntag wurde der 85-Jährigen dieser Schleichweg zum Verhängnis.

Denn auf der eingezäunten Wiese grast eine Herde Kühe, die jetzt im Mai auch mehrere Jungtiere umsorgt. Einem der Kälber kam die Frau aus Hartha offenbar zu nahe, zumindest rannte die Mutterkuh plötzlich auf sie los. Durch die Attacke stürzte die Seniorin, ihre Hilfeschreie versetzten die anderen Kühe ebenfalls in Aufruhr, die nun zusammen der 85-Jährigen zusetzten.

Zwar rannten mehrere Zeugen, die das Unglück beobachtet hatten, geistesgegenwärtig zu der Wiese und zogen die schwer verletzte Rentnerin weg von der wütenden Kuhherde, doch am Ende kam jede Hilfe zu spät. Die 85-Jährige verstarb noch am Unfallort.

Für die Polizei steht fest, dass es sich um einen "tragischen Unglücksfall" handelt, Ansätze für ein Fremdverschulden lägen nicht vor. "So schlimm es klingt, die Frau hätte sich beim Überqueren der Weide der Gefahr bewusst sein müssen", erklärte ein Sprecher des polizeilichen Lagezentrums in Dresden auf DNN-Anfrage. "Es ist allgemein bekannt, dass man Kühen mit Jungtieren nicht zu nahe kommen sollte, schließlich empfinden die Mütter uns Menschen in diesem Moment als Bedrohung und versuchen, ihr Kalb mit aller Macht zu beschützen."

Nach DNN-Informationen gehören die im Kurort Hartha grasenden Kühe der Agrarvereinigung Grumbach-Hartha GmbH, die ganz in der Nähe an der Talmühlenstraße eine Milchviehanlage betreibt. Am gestrigen Pfingstmontag konnte dies allerdings niemand offiziell bestätigen.

Erst Anfang April hatte ein brutaler Angriff durch eine Kuh auf der Insel Rügen für Aufsehen gesorgt. Dabei wurde eine 52 Jahre alte Frau durch die Hörner eines Rinds tödlich verletzt. Der Mann des Opfers ließ daraufhin zwei aggressive Kühe von einem Jäger erschießen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.05.2013

Christoph Stephan

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