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Traglufthalle soll die Notunterkunft in der Turnhalle des BSZ in Copitz ersetzen

Flüchtlingskrise Traglufthalle soll die Notunterkunft in der Turnhalle des BSZ in Copitz ersetzen

Das Landratsamt Pirna bereitet die Räumung der Notunterkunft für Asylbewerber in der Turnhalle des Berufschulzentrums in Pirna-Copitz vor. Im April soll die Spothalle wieder Schülern und Vereinen zur Verfügung stehen. Als neues Flüchtlingsheim wird eine Traglufthalle errichtet.

Mitte November 2015 wurde die BSZ-Turnhalle in eine Notunterkunft umgewandelt.
 

Quelle: Daniel Förster

Pirna.  Die Turnhalle des Berufschulzentrums (BSZ) in Pirna-Copitz soll im Frühjahr wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Das Landratsamt Pirna bereite die schrittweise Räumung der Notunterkunft für Asylbewerber vor, teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. „Die derzeit dort untergebrachten 200 Flüchtlinge werden in andere Objekte im Landkreis verteilt“, so Behördensprecherin Annette Hörichs. Spätestens im April sollen Schüler und Vereine die Halle für den Sport wieder nutzen können.

Mitte November 2015 sah sich das Landratsamt Pirna als Unterbringungsbehörde aufgrund der erhöhten Zuweisungszahlen von Flüchtlingen durch die Landesdirektion Sachsen dazu veranlasst, die Turnhalle des BSZ in ein Notquartier für Asylsuchende umzuwandeln. Die Betreibung übernahm die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. „Für alle war von Anfang an klar, dass dies nur eine vorübergehende Lösung darstellt und das Landratsamt gemeinsam mit der Stadt Pirna nach Alternativen suchen musste, um schnell wieder eine geregelte Turnhallennutzung für Schulen und Vereine zu sichern“, berichtete Hörichs.

Die Kreis- und die Stadtverwaltung Pirna haben gemeinsam nun Lösungen für dringend benötigte Unterbringungsplätzen gefunden. „Die Stadt Pirna stellt dem Landratsamt eine Fläche zum Bau einer Traglufthalle mit kleinteiligen Wohneinheiten im Gewerbegebiet Copitz Nord zur Verfügung“, informierte Hörichs. Der Kreistag wird am kommenden Montag über den Kauf einer solchen Halle entscheiden. In dieser können voraussichtlich ab April insgesamt 300 Asylbewerber eine Unterkunft finden. „Mit der Traglufthalle werden dringend benötigte Kapazitäten für die Unterbringung von Asylbewerbern in der Stadt Pirna geschaffen“, so Hörichs.

Parallel dazu ziehen nach und nach auch die Asylbewerber aus der Jugendherberge in Copitz aus. In der Notunterkunft haben seit November vergangenen Jahres 100 Flüchtlinge ein Obdach gefunden. Sie werden jetzt in Wohnungen im Landkreis untergebracht. „Ende Februar 2016 läuft der Vertrag des Landkreises mit dem Jugendherbergswerk aus“, teilte Hörichs mit.

Landrat Michael Geisler (CDU) erwartet die volle Unterstützung der Städte und Gemeinden des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bei der weiteren Bereitstellung von Asylbewerberunterkünften. „Eines muss uns allen klar sein: ein dauerhaftes Abebben des Flüchtlingsstromes ist momentan nicht erkennbar. Um nicht wieder eine Turnhalle zu belegen, müssen die Kommunen unseres Landkreises aktiv Unterkünfte zur Verfügung stellen“, so der Kreischef.

Von Silvio Kuhnert

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