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Tourismusverband und Dehoga kürten kulinarisches Aushängeschild der Sächsischen Schweiz

Krautwickel als regionale Spezialität Tourismusverband und Dehoga kürten kulinarisches Aushängeschild der Sächsischen Schweiz

Die Kamenzer haben ihre Wurst, die Leipziger ihr Allerlei und die Dresdner Eierschecke und Christstollen. In der Sächsischen Schweiz wollen Tourismusverband und Dehoga nicht zurückstehen und haben nach einer Spezialität geforscht, die typisch für die hiesigen Gefilde ist.

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Die frühere Weinkönigin Katja Riedel hat auf ihrem Teller verschiedene Variationen von Krautwickel vereint.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Kamenzer haben ihre Wurst, die Leipziger ihr Allerlei und die Dresdner Eierschecke und Christstollen. In der Sächsischen Schweiz wollen Tourismusverband und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hinter diesen Städten und Regionen wie Bayern und deren Weißwurst oder den Böhmen mit ihren Knödeln nicht zurückstehen und haben nach einer Spezialität geforscht, die typisch für die hiesigen Gefilde ist. Dabei sind sie auf den Krautwickel bzw. die Kohlroulade gestoßen.

Bereits die Sächsische Weinkönigin Katja Riedel schaute während ihrer Regentschaft 2012/13 auf ihren zahlreichen Reisen durch Deutschland in die Töpfe der regionalen Küchen. "Ich wollte die Spezialitäten der Regionen probieren", berichtet sie. Aber was ist typisch für die Sächsische Schweiz?, fragte sie sich seither wiederholt und wälzte Bücher und studierte die kulinarische Geschichte.

"In der Sächsischen Schweiz wurde früher viel Kraut angebaut", berichtet ihre Mutter Regina Riedel, Inhaberin des Romantikhotels Deutsches Haus in Pirna. Die Bauern höhlten einst am Morgen einen Kohlkopf aus, füllten ihn mit Fleisch und schoben ihn in den Lehmofen. Wenn sie nach getaner Arbeit am Abend in ihre Hütte zurückkehrten, holten sie den durchgegarten Kohlkopf aus dem Ofen heraus und verspeisten ihn.

Die Rezepte haben sich seither gewandelt. Der traditionelle Krautwickel besteht aus einer von Weißkohlblättern umwandelten Hackfleischmasse. Ihn gibt es heute aber auch aus Rotkraut und mit Wild gefüllt.

"Die Sächsische Schweiz hat viele Spezialitäten. Exzellente Erzeuger und eine traditionsreiche Regionalküche bringen zahlreiche Gerichte von überragender Qualität hervor", sagt Klaus Brähmig, Vorsitzender des Tourismusverbandes. Die Entscheidung, welche Speise das kulinarische Aushängeschild der Region werden sollte, fiel daher nicht leicht. Lange wurde überlegt. "Es ist gut, dass wir jetzt einen geeigneten Kandidaten gefunden haben", so Brähmig.

Als kulinarisches Aushängeschild soll sich der Krautwickel in verschiedenen Variationen nicht nur auf den Speisekarten der Gasthäuser wiederfinden, sondern mit ihm möchten die Touristiker bundesweit für die Region werben, beispielsweise auf der Internationalen Grünen Woche im kommenden Januar in Berlin.

Silvio Kuhnert

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