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Tourismusverband Sächsische Schweiz will barrierefreien Tourismus weiter voranbringen

Tourismusverband Sächsische Schweiz will barrierefreien Tourismus weiter voranbringen

Schroffe Felsen, steile Stiegen, tiefe Schluchten und Täler - die Sächsische Schweiz verbindet man nicht mit barrierefreiem Reisen. Eher kommen Kletterer und Wanderer in die pittoreske Felsenwelt, um hier ihren inneren Schweinehund an Hindernissen wie Felswänden zu überwinden.

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Veit Riffer ist mit einem Handrad unterwegs. Er bietet nicht nur Touren damit an, sondern führt auch mit dem Rollstuhl auf Wanderungen durch das Elbsandsteingebirge.

Quelle: Sylvio Dittrich/Tourismusverband Sächsische Schweiz

Sächsische Schweiz. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz gehört dennoch zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft "Barrierefreie Reiseziele in Deutschland".

Barrierefreiheit und Sächsische Schweiz schließen sich für Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverbandes, nicht aus. "Wir wollen den barrierefreien Tourismus voranbringen", erklärt er das Ziel. Seit 2005 ist die Sächsische Schweiz Mitglied der AG, zu der sieben weitere Regionen gehören, darunter die Eifel, Erfurt, Magdeburg, das Fränkische, Lausitzer und Ruppiner Seenland sowie Ostfriesland. Regelmäßig treffen sie sich zum Erfahrungsaustausch wie jüngst im Elbsandsteingebirge. "Barrierefreiheit ist längst ein zentrales Thema für die Tourismusbranche. Es geht um den Ausbau von Reise- und Freizeitangeboten, die für alle nutzbar sind - also auch für Menschen mit Sinnes- oder Mobilitätseinschränkungen", so Richter.

Ein Vorreiter, um Hindernisse für Rollifahrer aus dem Weg zu räumen, ist in der Region die Stadt Bad Schandau. Der Kurort hat viel Geld in barrierefreie Wege investiert. Am Bahnhof zum Beispiel können auch Rollstuhlfahrer fast problemlos in Auto, Bus, Bahn und auf die Fähre umsteigen. Einen Millionenbetrag hat die Stadt dafür in die Hände genommen. Der Grund ist relativ einfach. "Als Urlaubsort müssen wir um jeden Gast werben", sagt Bürgermeister Andreas Eggert (parteilos). Hindernisfreie Wege gewinnen in einer alternden Gesellschaft an Bedeutung. Die Generation 50plus ist gut bei Kasse, aber nicht immer gut zu Fuß.

Eine Region, die ihre Zugänglichkeit verbessert, öffnet sich nicht nur für Menschen mit Handicap und Senioren, sondern auch für Familien. "Barrierefreie Zugänge sind für alle komfortabel. Ein guter Weg für Rollstuhlfahrer ist auch ein guter Weg für Kinder", meint Richter.

Ein Familienziel ist unter anderem die Festung Königstein. Fast eine halbe Million Besucher zählt die Feste im Schnitt pro Jahr. Und auf dem Felsplateau gilt es einen Höhenunterschied von sieben Metern zu überwinden. Helfen sollen dabei zum Beispiel Rampen. Sie liegen an den Eingängen zu den Gebäuden wie dem Schatzhaus. Vor zwei Jahren wurde in den Einbau eines Fahrstuhls in die Magdalenenburg investiert. Vorher bestand für Menschen mit Handicap keine Möglichkeit, in die Veranstaltungs- und Ausstellungsräume zu gelangen, berichtet Hans-Hubert Albert, der als Schließkapitän Clemens durch die Anlage führt.

Noch in diesem Jahr soll es die Festung in klein zum Anfassen geben. "Wir stellen ein Tastmodell aus Bronze auf", teilt Festungssprecherin Kerstin Steinfelder mit. Damit können sich auch Sehbehinderte ein Bild von der Festung machen. Und der Tourismusverband will eine Broschüre über Barrierefreiheit in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz veröffentlichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.07.2013

Silvio Kuhnert

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