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Top-Chirurg operiert künftig in Radeberg

Top-Chirurg operiert künftig in Radeberg

Der Trend der Urbanisierung - der Abwanderung der Menschen vom Land in die Stadt - wirkt sich auch auf die Gesundheitsversorgung aus. Immer mehr Menschen werden in den medizinischen Spitzenzentren der Großstädte und immer weniger Menschen in den kleinen Krankenhäusern der Region behandelt.

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Hochschulmedizin für die Region: Die Radeberger Patientin Ursula Dietze wird von den Chirurgen Jürgen Weitz und Steffen Pistorius des Uniklinikums beraten.

Quelle: Uniklinikum

Sinken jedoch die Zahlen der Patienten immer weiter, können die Kliniken der Region nicht mehr die ganze Bandbreite aller medizinischen Disziplinen anbieten. Um die Versorgung im Radeberger Krankenhaus zu sichern und das mit Patienten übervolle Uniklinikum zu entlasten, haben Mediziner beider Kliniken nun eine einzigartige Kooperation abgeschlossen. Der international renommierte Top-Chirurg Jürgen Weitz wird mit seinem Team künftig einen Tag in der Woche in Radeberg operieren. "Mit dieser Kooperation bringen wir die Hochschulmedizin auf das Land", sagte Michael Albrecht, medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums. Radeberger Patienten könnten am eigenen Wohnort mit universitärer Spitzenmedizin versorgt werden. Gleichzeitig profitiere die Radeberger Klinik von hoch qualifizierten Ärzten, die immer schwieriger für eine langfristige Anstellung in regionalen Krankenhäusern zu gewinnen sind. Mit dieser Art der Kooperation könne eine "neue Ära der stationären Krankenversorgung auf regionaler Ebene eingeleitet werden".

Weitz ist Experte für Krebschirurgie, seine Schwerpunkte liegen auf schonenden und hochkomplexen Operationen des Verdauungstraktes. Zusammen mit seinem Stellvertreter, Chirurg Steffen Pistorius, einem weiteren Facharzt sowie drei Assistenten fährt er ab sofort einmal wöchentlich über die Waldschlößchenbrücke. "Die Radeberger Patienten profitieren vom Wissen des Uni-Krebszentrums", erklärte Weitz. Künftig würde ihre Behandlung an einem sogenannten Tumorboard von Ärzten verschiedener Fachrichtungen nach den Kriterien eines onkologischen Spitzenzentrums besprochen. Das Dresdner Uni-Krebszentrum ist das einzige von der Deutschen Krebshilfe gekürte onkologische Spitzenzentrum in den neuen Bundesländern. Zudem gehört es mit dem Klinikum in Heidelberg zum nationalen Krebszentrum der Bundesrepublik.

Durch die Kooperation ist es nun möglich, selbst komplizierte Operationen an Leber, Bauchspeicheldrüse und Speiseröhre in Radeberg durchzuführen. Gleichzeitig können sich Menschen mit Routineeingriffen zum Beispiel bei Leistenbrüchen auch in der kleinen idyllischen Radeberger Klinik behandeln lassen und müssen nicht im Großbetrieb Uniklinikum verweilen. "Die Bevölkerungsentwicklung stellt alle regionalen Krankenhäuser vor Probleme", sagte Stefan Härtel, Geschäftsführer des Asklepius-ASB-Krankenhauses Radeberg. Die Anbindung an große medizinische Zentren sei unabdingbar. Damit könnten zusätzliche Patienten gewonnen und langfristig die erforderliche Mindestzahl an Behandlungen erfüllt werden. Mit dieser vorgeschriebenen Mindestanzahl soll gewährleistet werden, dass Mediziner eines Fachbereichs immer genügend Erfahrungen und Routine mitbringen.

Von der Partnerschaft profitieren vor allem auch Ärzte in Ausbildung. Radeberger Mediziner sammeln Erfahrungen bei komplizierten Krankheitsfällen am Uniklinikum. Gleichzeitig können die jungen Ärzte des Uniklinikums, die ständig mit Ausnahmesituationen umgehen, den Betrieb eines regionalen Krankenhauses kennenlernen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.03.2015

Katrin Tominski

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