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Tollkühne Piloten: Seifenkistenrennen in Freital

Tollkühne Piloten: Seifenkistenrennen in Freital

Wer bisher annahm, der Bau von Seifenkisten und Rennen mit selbigen Gefährten seien nur Kindern vorbehalten, wurde am Wochenende beim Pokallauf in Freital und beim letzten Wertungslauf des Mittel-Deutschland-Cups 2012 in Kleinnaundorf eines besseren belehrt.

Kleinnaundorf.

Sechsjährige kämpften da ebenso verbissen um ihre schnellste Zeit wie Erwachsene aller Altersklassen. Der älteste Teilnehmer war 72 Jahre. Die Fahrer kamen aus ganz Sachsen und Thüringen, zehn Teams starteten für Freital.

Die zurückzulegende Strecke betrug 750 Meter bei einem Höhenunterschied von 44 Metern. Auf dieser Distanz erreichten die witzigen Gefährte Geschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern. Zumindest schafft der amtierende Deutsche Meister Christopher Maiss in seinem Einsitzer "Speed" solche Zeiten.

Maiss, der beruflich als Ingenieur in der Autoindustrie arbeitet, perfektioniert in seiner Freizeit Seifenkisten - sei es als Ein- oder Doppelsitzer. "Wichtig sind - neben fahrerischem Können und Gewicht - eine aerodynamische Bauweise, die möglichst wenig Luftwiderstand bieten sollte, sowie die Kugellager der Achsen", verrät der Profi.

Ähnliche Erfahrungen sammelte auch Thomas Käfer, der Initiator des ersten Kleinnaundorfer Seifenkistenrennens. Er baute seine "Rakete" aus einer Seniorkiste, die er übers Internet als Berliner Dachbodenfund ausfindig und dann auf seine Größe umgebaut hat. Bei Pflegetochter Jennifer und ihrem "Weißen Hai" setzte Käfer sogar ganz auf Marke Eigenbau - mit Erfolg. Jennifer erfuhr mit ihrem "Hai" auf Anhieb beim Mitteldeutschen Cup einen dritten Platz.

Für die Wertungsläufe und Paraden wurde die Kleinnaundorfer Ortsdurchfahrt komplett gesperrt. Links und rechts der Rennstrecke säumten an beiden Renntagen Hunderte Besucher die Straße. Damit der Pokallauf ein Erfolg werden konnte, hatte der Kleinnaundorfer Heimatverein als Veranstalter den Ortschaftsrat und zahlreiche ehrenamtliche Helfer begeistern können. Sie sicherten die dreitägige Veranstaltung ab, die Freitagnachmittag mit dem Bezug des Fahrerlagers begann und am Sonntag mit Abschlussfahrt und Siegerehrung endete.

Durchsetzen konnten sich letztlich Christopher Maiss im "Speed Einzel" mit 62,8 Stundenkilometern, beim "Einsitzer Gleichmäßigkeit" lag Markus Liebig mit 49,5 Km/h vorn und in der Kategorie "Gaudi" kam der Freitaler Eberhard Walter mit seiner "Rollenden Mülltonne" auf Platz 1. Kerstin Ardelt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.09.2012

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