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Tödlicher Blitzschlag in Heidenau: Badpersonal trifft wohl keine Schuld

Tödlicher Blitzschlag in Heidenau: Badpersonal trifft wohl keine Schuld

Nach dem tödlichen Blitzschlag, der einem neunjährigen Mädchen am Freitag im Albert-Schwarz-Bad in Heidenau das Leben kostete, zeigte sich die Badleitung betroffen und sprach den Angehörigen des Mädchens ihr Beileid aus.

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Laut Polizei war das Mädchen vom Volleyball-Platz auf dem Weg dorthin, als es an einer Birke vorbeikam und dort von einem Blitz getroffen wurde.

Quelle: dpa

Eine Schuld an dem Unglück trifft das Badpersonal aber wohl nicht, wie aus den polizeilichen Ermittlungen hervorgeht – ein förmliches Verfahren wird daher voraussichtlich nicht eingeleitet.

Nach Spurensicherung und anderen Recherchen gehe die Polizeidirektion „Oberes Elbtal – Osterzgebirge“ davon aus, dass es sich um einen tragischen Unglücksfall gehandelt habe, erklärte der Polizeiführer vom Dienst am Sonnabend auf Anfrage. Es gebe keine Hinweise, dass Badpersonal oder andere Erwachsene ihre Aufsichtspflichten verletzt hätten. Die letzte Entscheidung über ein Verfahren liege aber beim Staatsanwalt, dem man die Akte nun übergeben werde.

Die Neunjährige war zusammen mit Klassenkameraden, Eltern und Lehrern aus der Bruno-Gleißberg-Schule Heidenau am Freitag ins Albert-Schwarz-Bad gegangen, um den Schulabschluss zu feiern. Gegen 18 Uhr zog plötzlich ein schweres Gewitter auf, woraufhin das Badpersonal die Besucher über Lautsprecher-Durchsagen aufforderte, die Schwimmbecken und Spielwiesen zu räumen und die Schutz-Unterstände aufzusuchen. Laut Polizei war das Mädchen vom Volleyball-Platz auf dem Weg dorthin, als es an einer Birke vorbeikam und dort von einem Blitz getroffen wurde. Nach Angaben von Wolfgang Hansel, Chef des Bad-Betreibers „Technische Dienste Heidenau GmbH“, trafen binnen weniger Minuten Rettungskräfte ein. Ein Rettungswagen brachte das schwerverletzte Kind in die Notaufnahme des Uniklinikums Dresden. „Wir haben die ganze Zeit noch gehofft, dass nicht das Schlimmste eintrifft“, sagte sich Hansel.

Doch die Ärzte konnten das Mädchen nicht mehr retten: 19.28 Uhr erklärten sie das Kind für tot, Diagnose: Herzstillstand durch Blitzschlag. Derweil kümmerte sich ein Kriseninterventionsteam um die Eltern des Mädchens und die anderen Kinder und Erwachsenen in der Gruppe. Am Sonnabend war das Heidenauer Bad wieder geöffnet, die Stimmung allerdings sehr gedrückt und es kamen auch nur wenige Besucher. „Wir bedauern zutiefst, was geschehen ist“, rang der hörbar betroffene Hansel um Worte. Eltern, Kinder und Badpersonal hätten unter Schock gestanden, als das Mädchen plötzlich leblos auf dem Rasen lag. „Später haben wir noch lange überlegt, ob man hätte verhindern können, was da geschehen ist – aber das kam alles aus heiterem Himmel.“

Heiko Weckbrodt

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