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Tod nach der Disco: Polizei rollt 20 Jahre alten Mordfall auf

Tod nach der Disco: Polizei rollt 20 Jahre alten Mordfall auf

Großröhrsdorf/Pulsnitz. In der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1994 verschwand in Bretnig (bei Großröhrsdorf) die damals 20-jährige Anke Hübschmann. Vier Wochen später fand man ihre unter Zweigen versteckte Leiche im Waldgebiet Massenei.

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Ehemalige Diskothek "Zur Sonne" in Bretnig. Hier wurde Anke Hübschmann in der Nacht zum 26. Februar 1994 zuletzt lebend gesehen.

Quelle: Werner Peters

Die junge Frau, die bei ihrem Großvater wohnte, wurde brutal erdrosselt. Der oder die Mörder wurden nie ermittelt. Inzwischen hat die Polizei jedoch die Ermittlungen wieder aufgenommen und ist aktuell auf Spurensuche unterwegs.

Anke Hübschmann war an jenem Freitagabend bis kurz nach Mitternacht in der Diskothek "Zur Sonne" in Bretnig. "Keine Großraumdisco, sondern ein gemütlicher Saal, wo die Leute sich untereinander kannten", erinnert sich ein Zeitzeuge. Die Polizei vermutet, dass Anke die Disco kurz nach Mitternacht verließ, um eine drei Kilometer entfernte Spielothek in Großröhrsdorf aufzusuchen. Angekommen ist sie dort nie. Angenommen wird auch, dass Anke gegen ihren Willen in ein Auto gezerrt wurde. Es gibt Berichte über einen Angstschrei und ein durch den Ort rasendes Auto. Anke könnte aber durchaus auch freiwillig zu Bekannten in ein Auto gestiegen sein, anstatt eine reichliche halbe Stunde allein durch die Winternacht zu laufen. Mitfahrgelegenheiten gab es jedenfalls genügend. Gestützt wird diese These durch die Beobachtung eines Anwohners. "Im Winter standen stets reichlich Autos mit laufendem Motor und lauter Musik vor dem Lokal. Darin saßen die Jugendlichen und tranken ihre mitgebrachten Spirituosen, weil es billiger als in der Disco war". Sein Ratschlag: Damals verteilte das Ordnungsamt fleißig Knöllchen an Falschparker. Vielleicht war ja auch das Auto des Täters darunter und es gibt darüber noch Unterlagen?

Was weiter in jener Nacht passierte, ist Spekulation. Mit einiger Sicherheit hat sich die junge Frau gewehrt und dabei vermutlich ihren Peiniger verletzt. Auch die Bekleidungsstücke kommen als Spurenträger infrage. Auch wenn es dafür keine offizielle Bestätigung gibt. Einiges deutet daraufhin, dass die Polizei die Tatortspuren mit neuester Kriminaltechnik erneut unter die Lupe genommen hat und fündig geworden ist. Momentan sind Kriminalbeamte unterwegs und bitten diverse Personen um eine Speichelprobe für einen DNA-Abgleich. Ermittelt wird auch in Pulsnitz, dem Arbeitsort des Mordopfers. Die Polizei bittet Zeugen, ihr Wissen nicht für sich zu behalten. Hinweise nimmt das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz auch telefonisch unter 03581/46 82 24 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.08.2014

Werner Peters

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