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Tierschutzcentrum Meißen: Streit um Futterkosten geht vor Gericht

Tierschutzcentrum Meißen: Streit um Futterkosten geht vor Gericht

Nicht bezahltes Hundefutter ist jetzt ein Fall fürs Dresdner Landgericht geworden. Weil der Landkreis Meißen die Unterbringungskosten von sechs beschlagnahmten Tieren nicht dem Meißner Tierschutzcentrum bezahlen will, hat der Chef des Tierheims Mario Aßmann jetzt Klage eingereicht.

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Mario Aßmann hat den Kreis auf Zahlung von 6000 Euro verklagt.

Quelle: Carola Fritzsche

Es geht um Futter- und Unterbringungskosten in Höhe von 6000 Euro, auf denen er sitzen geblieben ist. Sollten sich die beiden Streitparteien nicht im Vorfeld einigen, müssen die Dresdner Richter entscheiden. Die Verhandlung ist am Landgericht für den 8. Oktober anberaumt.

Bei dem Fall geht es um die im Mai 2012 geretteten Tiere aus dem Haus einer Messie-Frau in Mögen bei Lommatzsch. Bei der Frau zeigte sich das sogenannte Messie-Syndrom im krankhaften Horten von Hunden, Katzen und Kleintieren. Der Vermieter bemerkte die halbverhungerten Geschöpfe und alarmierte das Tierschutzcentrum Meißen. Man entsorgte die Kadaver und brachte die überlebenden Hunde und Katzen im Tierheim unter. Dort blieben sie ein Jahr lang, während die Besitzerin rechtskräftig wegen Tierquälerei verurteilt wurde.

Strittig ist nun, ob das Veterinäramt des Landkreises rechtzeitig informiert wurde und damit auch der Landkreis die Kosten für die Unterbringung zu tragen hat. "Knapp 6000 Euro wollen wir einklagen", sagt der Chef des Tierheims. "Aber wir sind auch bereit, in Verhandlung zu treten." Aßmann wünscht sich eine allgemeingültige Vereinbarung mit dem Landkreis, damit sich solche Situationen nicht wiederholen. Es gibt häufig Fälle, bei denen Tiere aus Tierschutzgründen kurzerhand beschlagnahmt werden müssen. Für die Zukunft möchte Aßmann hier klare Absprachen mit dem Landkreis. Denn ein paar tausend Euro Miese bringen das kleine Tierheim schnell in eine wirtschaftliche Schieflage. So musste Aßmann Ende August vier Teilzeitkräfte entlassen.

Kreissprecher Eberhard Franke bestätigt auf Nachfrage der DNN, dass sich die die Differenzen mit dem Tierheim mittlerweile bei Gericht befinden. Da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt, gibt das Landratsamt hierzu keine näheren Auskünfte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2013

Madeleine Arndt

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