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Therapie- und Pflegezentrum Westlausitz erfindet sich neu

Aus fünf Einzelunternehmen wird eine GmbH Therapie- und Pflegezentrum Westlausitz erfindet sich neu

Aus dem Therapie- und Pflegezentrum Westlausitz wird das Therapie- und Pflegezentrum Westlausitz. Was sich zunächst liest wie Nonsens, hat durchaus einen tieferen Sinn. Denn das Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern vollzieht gerade einen tief greifenden Strukturwandel, der sich allerdings nur nach Innen und nicht nach Außen manifestieren soll.

Am „Schwarzer Adler“ am Königsbrücker Marktplatz sollen noch in diesem Jahr Dach, Fassade und Fenster erneuert werden.

Quelle: Uwe Menschner

Kamenz/Königsbrück. Aus dem Therapie- und Pflegezentrum Westlausitz wird das Therapie- und Pflegezentrum Westlausitz. Was sich zunächst liest wie Nonsens, hat durchaus einen tieferen Sinn. Denn das Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern vollzieht gerade einen tief greifenden Strukturwandel, der sich allerdings nur nach Innen und nicht nach Außen manifestieren soll.

Als Norman Lindemann im Juli 2007 seine Praxis für Physiotherapie und Ergotherapie eröffnete, ahnte er sicher noch nicht, welche Ausmaße seine Firma einmal annehmen würde. Der Reha-Therapeut hatte jahrelang in Kreischa Erfahrungen mit Patienten gesammelt, die schwerste gesundheitliche Einschränkungen aufwiesen. Mit Frank Wessela fand er einen Kompagnon, der aus dem Pflegebereich kam. „Wir sind schnell gewachsen, haben mehrere Standorte eröffnet und mehr als 100 Mitarbeiter eingestellt. Was dabei auf der Strecke blieb, war eine adäquate Struktur unseres Unternehmens“, blickt Norman Lindemann zurück.

Fünf Teilfirmen, unter anderem für die Bereiche Pflege, Therapie und Service, wollten einzeln geführt und abgerechnet sein – ein immenser buchhalterischer und kaufmännischer Aufwand, der viele Kräfte und Kapazitäten band.

„Wir sahen die Notwendigkeit zur Umstrukturierung und gründeten eine einzige große Firma – die Therapie- und Pflegezentrum GmbH. Diese vereint jetzt alle Leistungen unter ihrem Dach“, erklärt Norman Lindemann, der zusammen mit Frank Wessela nunmehr als Geschäftsführer und nicht mehr als Inhaber das Unternehmen leitet. Therapie- und Pflegezentrum – unter diesem Namen waren bereits die Vorgängerfirmen auf dem Markt aufgetreten. So erklärt sich auch der zunächst sinnfrei erscheinende Eingangssatz.

Freilich ist ein solch grundlegender Umbau nicht zum Nulltarif zu haben. Als Partner holte sich Norman Lindemann die SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft – eine Tochter der Ostsächsischen Sparkasse Dresden – an Bord. Deren Geschäftsmodell besteht darin, „mittelständische Unternehmen, bei denen eine klassische Bankfinanzierung zu riskant wäre, mit Eigenkapital auszustatten“, wie Geschäftsführer Christian Müller erklärt. Die Summen bewegen sich im Regelfall im sechsstelligen Bereich. Christian Müller: „Wir gehen ein höheres Risiko ein, als bei einem normalen Kredit, haben aber auch höhere Ertragschancen.“ Einfluss auf die Unternehmensführung, so versichert er, nehme die SIB als „stille Gesellschafterin“ nicht.

Was aber ändert sich durch die Umstrukturierung in der Praxis? „Für unsere Patienten gar nichts. Sie erhalten wie zuvor ihre Therapien und Betreuungsleistungen von ihren gewohnten Ansprechpartnern“, wie Frank Wessela versichert. Die Mitarbeiterzahl ändert sich auch nicht unmittelbar, möglicherweise aber in Zukunft, denn die Therapie- und Pflegezentrum Westlausitz GmbH plant eine moderate Expansion. „Ein zu schnelles Wachstum ist nicht unbedingt erstrebenswert, das haben wir gelernt“, betont Norman Lindemann. „Es geht uns nicht darum, die Größten zu sein. Wir wollen da sein, wo unsere Patienten uns brauchen.“ Beispielsweise in Kamenz, Königsbrück, Schwepnitz und Steina, wo das Therapie- und Pflegezentrum über Standorte verfügt.

Und noch ein Projekt kann jetzt wieder forciert werden, das im Zuge der Umstrukturierung in die Warteschleife geraten war: Der Umbau des früheren Gasthofs „Schwarzer Adler“ am Königsbrücker Marktplatz. „Auch ich bedauere, dass es dort so lange dauert, aber es waren eben erst einmal andere Dinge zu klären“, wie Norman Lindemann unterstreicht. Noch in diesem Jahr sollen Dach, Fenster und Fassade erneuert werden, um die Substanz zu sichern. In den zwei Folgejahren erfolgt dann sukzessive der Ausbau für die ab 2018 vorgesehene Nutzung als Therapiezentrum sowie für das betreute Wohnen. Der Saal war für eine bessere Baufreiheit bereits vor drei Jahren abgebrochen worden. Die Kosten für den reinen Ausbau beziffert der Geschäftsführer auf circa zwei Millionen Euro.

Von Uwe Menschner

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