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Tharandter Wald kann auf EU-Mittel für Entwicklungskonzept zum Geopark hoffen

Wichtiger Schritt zum nationalen Titel Tharandter Wald kann auf EU-Mittel für Entwicklungskonzept zum Geopark hoffen

Der Geoparkverein hat einen wichtigen Schritt zum Geopark-Titel genommen. Er kann auf eine EU-Förderung zur Erarbeitung eines entsprechendes Entwicklungskonzept hoffen. Mit dem Papier soll die Zertifizierung als „Nationaler Geopark“ vorangetrieben und touristische Angebote mit Inhalt gefüllt werden.

Ein Verein strebt den Titel „Nationaler Geopark“ für den Tharandter Wald an.

Quelle: Archiv

Dorfhain. Auf dem Weg zum Geopark Tharandter Wald hat der im vergangenen Jahr in Dorfhain ins Leben gerufene Verein eine wichtige Zwischenetappe genommen. Er kann auf eine EU-Förderung hoffen. Wie der Verein „Geopark Erlebnis Tharandter Wald“ mitteilt, sei die Vorprüfung auf Förderfähigkeit aus dem „Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum“ positiv beschieden worden. Nun kann der Verein, einen Antrag auf Förderung eines Projektmitarbeiters aus dem EU-Topf für die LEADER-Region „Silbernes Erzgebirge“ stellen. Der Projektkoordinator soll das Konzept für die Zertifizierung als „Nationaler Geopark“ weiter voranbringen.

„Wir freuen uns sehr über das positive Ergebnis der Vorprüfung. Das ist für uns ein fundamentaler Schritt auf dem Weg zum Geopark“, berichtet Vereinsvorsitzende Annett Geppert. Ihr Dank gilt besonders den Stadt- und Gemeinderäten sowie Bürgermeistern der fünf Kommunen, die das Vorhaben unterstützen. So sitzen Tharandt, Wilsdruff, Dorfhain, Klingenberg, Halsbrücke und Bobritzsch-Hilbersdorf bereits bei dem kreisgrenzenüberschreitenden Projekt mit im Boot und beteiligen sich an der Bereitstellung der erforderlichen Eigenmittel, um in den Genuss eines EU-Zuschusses zu kommen. Durch diese Unterstützung „wird unser Förderantrag überhaupt erst möglich“, so Geppert.

Der Verein möchte sich unter anderem um die touristische Vermarktung des Tharandter Waldes und seines Umlands kümmern. „Wir wollen den regionalen Tourismus stärken sowie unser geologisches Erbe erhalten und schützen“, informiert Geppert. Die Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen werde einer der Schwerpunkte sein. Mittelfristiges Ziel sei es, ein zertifizierter „Nationaler Geopark“ zu werden. Dies sind Gebiete mit einem überregional bedeutenden geologischen Naturerbe. 15 Regionen tragen derzeit in Deutschland diesen Titel. Aus Sicht des Vereines gehört der Tharandter Wald aufgrund seiner geologischen Entstehungsgeschichte in diesen Reigen. In ihm kann man die Überbleibsel eines vulkanisch aktiven Gebietes sowie die gesamte Bandbreite an Gesteinen – von magmatisch über sedimentär bis hin zu metamorph – und dies in geschichtlicher Reihenfolge beobachten.

Als nächsten Schritt zum Geopark-Titel wird der Verein im Juni den Förderantrag einreichen. Danach hofft er auf eine positive Bewilligung durch das Landratsamt in Pirna. Wenn das Okay mit dem Förderbescheid vorliegt, stellt der Verein einen Projektmitarbeiter ein. „Dieser wird in enger Kooperation mit externen Experten ein Entwicklungskonzept erarbeiten“, informiert der Geoparkverein. Das Konzept stellt den Fahrplan zur Finanzierung und Bekanntmachung des zukünftigen Geoparks dar. Mit ihm sollen zudem touristische Angebote mit Inhalt gefüllt und die Voraussetzung zur Zertifizierung geschaffen werden. Ziel sei es, in zwei bis drei Jahren den Titel „Nationaler Geopark“ zu tragen. Darüber hinaus laufen Gespräche mit Freital und Rabenau, um auch diese beiden Kommunen für das Projekt zu gewinnen.

Von SIlvio Kuhnert

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