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Teure Umleitung in Radebeul-Ost

Ausbau der Meißner Straße Teure Umleitung in Radebeul-Ost

Der Ausbau der Meißner Straße wirft einen langen Schatten. Einen sehr langen Schatten, wie die Anwohner der Sidonienstraße bestätigen können und die Anrainer der Kiefernstraße im nächsten Jahr spüren werden. Beide Straßen sind als Umleitungsstrecke für die Meißner Straße in Radebeul-Ost vorgesehen.

Die Kanalarbeiten an der Sidonienstraße (oben) sind fertig, jetzt soll vor dem Winter ein Teil der neuen Asphaltdecke aufgebracht werden. Die Kiefernstraße (rechts) soll 2016 auf sechs Meter verbreitert werden.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Der Ausbau der Meißner Straße wirft einen langen Schatten. Einen sehr langen Schatten, wie die Anwohner der Sidonienstraße bestätigen können und die Anrainer der Kiefernstraße im nächsten Jahr spüren werden. Beide Straßen sind als Umleitungsstrecke für die Meißner Straße in Radebeul-Ost vorgesehen, die - nach jetziger Planung - 2017 im Abschnitt zwischen Schillerstraße und Eduard-Bilz-Straße saniert wird. Während auf der Sidonienstraße derzeit schon die Baufahrzeuge rollen, um die Strecke für den Umleitungsverkehr fit zu machen, will Radebeul die Kiefernstraße 2016 ausbauen.

Damit nutzt man letztlich die Verzögerung, die ein Jahr ergebnislose Diskussion über den Abschnitt Schillerstraße bis Eduard-Bilz-Straße dem Gesamtsanierungsvorhaben Meißner Straße eingetragen haben. Der insbesondere wegen der Gestaltung der Straßenbahnhaltestellen umstrittene Straßenteil sollte ursprünglich bereits im nächsten Jahr gemeinsam mit dem Abschnitt von der Rennerbergstraße bis zur Dr.-Külz-Straße, den die Stadträte zuvor relativ geräuscharm beschlossen hatten, saniert werden. Weil vor dem Bau ein langwieriges Planfeststellungsverfahren zu absolvieren ist, gilt inzwischen schon der Bautermin 2017 als sehr ehrgeizig.

Bei der Frage, beide Abschnitte der "Meißner" im selben Jahr oder aufeinanderfolgend zu sanieren, bleibt man jedoch bei der ursprünglichen Entscheidung, insbesondere um der Straßenbahnlinie 4 zwei Jahre Schienenersatzverkehr zu ersparen. An Sidonienstraße und Kiefernstraße bedeutet das: Wenn die Baufahrzeuge die Strecke freigegeben haben, rollt auf den bisher eher ruhigen Anliegerstraße ein Gutteil des Verkehrs, den sonst die Meißner Straße trägt. Etwa 16 500 Fahrzeuge täglich sind das derzeit in Radebeul-Ost.

Konkret ist es vorgesehen, die Sidonienstraße von der Kreuzung mit der Zinzendorfstraße bis zur Hellerstraße noch in diesem Jahr fertigzustellen. Den Rest der Straße, die die Wasserversorgung und Stadtentwässerung (WSR) aufgegraben hat, um einen neuen Mischwasserkanal zu verlegen, will man erst im nächsten Frühjahr asphaltieren. Dann sollen auch die Arbeiten auf der Kiefernstraße beginnen, wo das Straßenpflaster ebenfalls neuem Asphalt weichen wird. Mit dem Ausbau geht vor allem eine Verbreiterung der Fahrbahnbreite auf sechs Meter einher, was die Begegnung von Lkw bei 30 Stundenkilometern ermöglicht. Dafür wird auf 120 Metern der gesamten Ausbaustrecke von 430 Metern etwas Fläche vom Arevipharma-Grundstück abgeknapst, was vor allem im unteren Teil der Straße wenigstens einen 2,50 Meter breiten Fußweg möglich macht. Im oberen Teil wird nahe der Wohnhäuser ein etwa zwei Meter breiter Fußweg, auf der gegenüberliegenden Seite ein "Notfußweg" entstehen, wie Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) sagt. Für die Sidonienstraße zahlt die Stadt bis zur Fertigstellung rund 550000 Euro, an der Kiefernstraße sind es noch einmal 850 000 Euro. Die Stadt hofft, für beide Abschnitte Fördermittel aus einem Infrastrukturprogramm zu bekommen und so wenigstens zwei Drittel der Ausgaben sparen zu können.

Zur Fertigstellung der Umleitungsstrecke über Kiefernstraße, Sidonienstraße, Pestalozzistraße und Schildenstraße fehlt dann nur noch ein kleines Sanierungsvorhaben an der Pestalozzistraße zwischen Hausnummer 7 und der Schildenstraße. Der Ausbau ist bereits beschlossen und soll rund 340 000 Euro kosten. Er wird zu zwei Dritteln über ein Städtebauprogramm finanziert. Wenn man so will, kostet es also rund 1,75 Millionen Euro, damit die Sanierung der Meißner Straße in Radebeul-Ost überhaupt beginnen kann.

Uwe Hofmann

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