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Taxifahren wird teurer - Grundgebühr steigt im Landkreis Bautzen auf 3,50 Euro

Taxifahren wird teurer - Grundgebühr steigt im Landkreis Bautzen auf 3,50 Euro

Das Taxifahren im Landkreis Bautzen und damit auch in Radeberg und Umgebung verteuert sich ab 1. Dezember drastisch. Der Bautzener Kreistag hat auf seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich die 1. Satzung zur Änderung der Taxitarifordnung beschlossen, nach der sich die Fahrpreise für Entfernungen bis 30 Kilometer um 29 bis 43 Prozent erhöhen.

Eine Fahrt von zwei Kilometern verteuert sich von 5,10 auf 7,10 Euro. Für zehn Kilometer sind 21,50 anstelle von bisher 16,30 Euro zu bezahlen. Durch die von 2,30 auf 3,50 Euro erhöhte Grundgebühr gilt: Je kürzer die Fahrt, desto drastischer der Anstieg.

Die Erhöhung war von den Taxiunternehmen aufgrund der gestiegenen Kosten für Kraftstoff, Fahrzeugbeschaffung und -unterhaltung sowie Personal beantragt worden. Insbesondere der ab dem 1. Januar 2015 geltende Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde wird zur Begründung angeführt. Bislang lag der durchschnittliche Stundenlohn der Taxifahrer bei fünf bis sechs Euro.

"Uns ist bewusst, dass es sich um einen erheblichen Sprung handelt", so Landrat Michael Harig (CDU). Seit 2009 seien die Taxitarife nicht mehr erhöht worden. Die IHK sowie der Verband der Sächsischen Taxifahrer haben in ihren Stellungnahmen das Ansinnen als "gerechtfertigt" bezeichnet, wobei letzterer die "zahlreichen Zuschläge für wenig verbraucherfreundlich" hält. Diese werden für große und sperrige Güter, Kleintiere und Tierbehälter, Kinderwagen sowie die Beförderung von mehr als fünf Personen erhoben.

Trotz der Tariferhöhung rechnet die Taxigenossenschaft Bautzen laut Harig mit einem Abbau der Kapazitäten bei Fahrern und Fahrzeugen. "Das Taxi wird als Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs nur noch eingeschränkt verfügbar sein", befürchtet der Landrat. Auswirkungen auf den Schülertransport wird es aber nicht geben: "Hier gelten die abgeschlossenen Verträge weiter. Allerdings muss mit vorfristigen Kündigungen gerechnet werden, die Neuausschreibungen erforderlich machen, in deren Folge sich die Preise erhöhen können." Das gelte auch für die mit den Krankenkassen vereinbarten Transporte, die den Löwenanteil der Taxifahrten ausmachten.

In der Diskussion begrüßte Roland Fleischer (Fraktion SPD/Bündnis 90 - Die Grünen), dass ab dem 1. Januar auch die Taxifahrer in den Genuss des Mindestlohnes kommen: "Auch sie müssen anständig bezahlt werden." Peter Beer (Freie Wähler) hingegen sah in den eingereichten Unterlagen "keine solide Grundlage für eine Entscheidung", weshalb er keine Zustimmung für die Erhöhung geben könne.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.10.2014

Uwe Menschner

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