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Tauziehen um Trassenführung der Ortsumfahrung Ottendorf-Okrilla

Bundesverkehrswegeplan 2030 Tauziehen um Trassenführung der Ortsumfahrung Ottendorf-Okrilla

Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP) ist innerhalb der Gemeinde auf teils heftige Kritik gestoßen. Er sieht einen zweistreifigen Neubau ab Ottendorf-Okrilla Nord vor. Die Trasse soll entlang der Kiesgrube, unmittelbar am Soccerpark vorbei und weiter zum Gewerbegebiet Weixdorf- Promigberg führen.

Die Trasse soll entlang der Kiesgrube, unmittelbar am Soccerpark vorbei und weiter zum Gewerbegebiet Weixdorf- Promigberg führen.

Quelle: dpa

Ottendorf-Okrilla. Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP) ist innerhalb der Gemeinde auf teils heftige Kritik gestoßen. Er sieht einen zweistreifigen Neubau ab Ottendorf-Okrilla Nord vor. Die Trasse soll entlang der Kiesgrube, unmittelbar am Soccerpark vorbei und weiter zum Gewerbegebiet Weixdorf- Promigberg führen. Davon betroffen wären die Wohnsiedlung Heideweg, die Wohngebiete am Wachberg und das Medinger Wohngebiet Hufen, während die Königsbrücker Straße entlastet würde. Außer der Umverlegung der Bundesstraße 97 ist der Neubau einer Autobahnanschlussstelle in Weixdorf bei gleichzeitiger Schließung der Anschlussstelle Hermsdorf vorgesehen.

Nach Angaben der Bürgerinitiative Wachberg (BIW) haben sich gegen diese Absicht rund 900 Bürger im Rahmen einer Unterschriftensammlung ausgesprochen. Allein im Ortsteil Medingen wurden über 600 Unterschriften durch eine dortige Initiative gesammelt. Darüber hinaus machten etwa 250 Bürger aus dem Ortsteil Ottendorf-Okrilla Einwände gegen den Entwurf des BVWP geltend. Der BIW, so Sprecher Volker Kaminski, sind weitere Privatpersonen bekannt, welche sich mit ihrer Kritik individuell im Rahmen der Bürgerbeteiligung an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gewandt haben. „Unsere beiden Bürgerinitiativen lehnen eine Westumfahrung über den Wachberg kategorisch ab. Denn sie bringt unterm Strich keine wirkliche Verkehrsentlastung für die B97. Eine Trasse, auf Tuchfühlung mit diversen Wohngebieten, werden wir niemals akzeptieren“, so Volker Kaminski. „Diese Maßnahme wurde 2013 vom Freistaat Sachsen- ohne Wissen des Gemeinderates und der Bürger- beantragt“, kritisiert Kaminski.

Ostumfahrung als Alternative?

Gleich auf drei Seiten listet der Gemeinderat seine Einwände auf und bringt eine Ostumfahrung als Alternative ins Gespräch. „Neben der Variante einer westlichen Ortsumfahrung sind nach Auffassung der Gemeinde Ottendorf-Okrilla alle alternativen Varianten zu betrachten. Dazu zählen auch die Variante der Ostumfahrung der Ortslage Ottendorf-Okrilla“, so die Gemeinderäte. Immense Sorgen bereitet vor allem der Umstand, dass die Autobahnanschlussstelle Hermsdorf künftig entfallen soll. „Der Verzicht der Anschlussstelle Hermsdorf zugunsten eines nicht ausgelasteten Gewebegebiets Promigberg in der Größenordnung von circa 23 Hektar ist nicht nachvollziehbar“. Diese Auffassung wird auch von den Gewerbetreibenden vertreten: „Angesichts zahlreicher Logistikunternehmen und rund 5000 Beschäftigten bekommen wir mit nur noch einer Autobahnabfahrt Probleme“, äußerte sich kürzlich ein Vertreter des Ottendorfer Gewerbevereins auf einer gut besuchten Bürgerversammlung.

Wie geht es weiter: Nach Auswertung der Stellungnahmen wird das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur etwaige Änderungen am BVWP vornehmen. Die überarbeitete Fassung ist Grundlage für den Beschluss im Bundeskabinett. Ob Ottendorf-Okrilla dann eine Ost- oder Westumfahrung bekommt, wird später in einem nachgelagerten eigenständigen Planungsverfahren entschieden. Ein mühsamer Prozess, der sich aufgrund der konträren Interessen über Jahre hinwegziehen könnte.

Von Werner Peters

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