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Tauziehen um Boxdorfer Kita geht in Verlängerung

Tauziehen um Boxdorfer Kita geht in Verlängerung

Das Tauziehen um den Kita-Ersatzneubau in Boxdorf geht in die Verlängerung. Erst Ende Mai hatte der Moritzburger Gemeinderat mit hauchdünner Mehrheit eine Grundsatzentscheidung getroffen.

Demnach sollte die von der Arbeiterwohlfahrt betriebene Boxdorfer Einrichtung "Kleeblatt" auf 204 Betreuungsplätze erweitert werden. Mit der Konsequenz, dass die Außenstelle im Ortsteil Reichenberg künftig wegfällt. Lediglich der Schulhort bliebe dann den Reichenbergern erhalten. Womit sich der dortige Ortschaftsrat jedoch nicht abfinden will. Nach Angaben von Ortsvorsteher Bernd Reißmann wurde eine Petition an Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) übergeben, die von 500 Bürgern unterzeichnet wurde. Binnen sechs Wochen muss diese beantwortet werden, wodurch sich der Gemeinderat zwangsläufig mit dem Thema befassen muss.

Reißmann ist guter Dinge, dass es ein Umdenken gibt, das Boxdorfer Projekt kleiner ausfällt und die Kita in Reichenberg bestehen bleibt. Aber nicht nur, weil Reichenberg seit der Kommunalwahl eine starke Lobby im Gemeinderat hat. Hauptargument ist, dass die Räte bei der ersten Abstimmung falsch informiert gewesen sein sollen. Sie wähnten sich laut Reißmann in dem Glauben, dass der Elternrat, gestützt durch die Mehrheit der Eltern, für das Großprojekt ist. Eine entsprechende Stellungnahme soll bereits am 5. Mai in der Gemeindeverwaltung eingegangen sein. Die eigentliche Elternversammlung fand allerdings erst am 12. Mai statt. Was für Reißmann im Umkehrschluss bedeutet, dass dem Elternrat die Legitimation fehlte, für die Mehrheit der Eltern zu sprechen. Pikant ist, dass sich vor der Abstimmung diverse Gemeinderäte dahin gehend geäußert haben, dass sie sich an der Meinung der Eltern orientieren. Nach Stand der Dinge muss Bürgermeister Hänisch nun zunächst die Lage sondieren, also die AWO Soziale Dienste gGmbH um Sachaufklärung bitten. Ob deren Stellungnahme zu einer Neuabstimmung im Gemeinderat führt, bleibt abzuwarten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.07.2014

Werner Peters

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