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"Tanne" droht vorerst kein Abriss mehr

"Tanne" droht vorerst kein Abriss mehr

Das ehemalige Kreiskulturhaus "Tannensäle" soll stehen bleiben. Statt eines Abrisses des seit Jahren leerstehenden Objektes an der Bergstraße schlägt die Pirnaer Stadtverwaltung dem Stadtrat "den weitgehenden Erhalt des Gebäudes" vor.

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Das ehemalige Kreiskulturhaus steht seit vielen Jahren leer.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Das ehemalige Kreiskulturhaus "Tannensäle" soll stehen bleiben. Statt eines Abrisses des seit Jahren leerstehenden Objektes an der Bergstraße schlägt die Pirnaer Stadtverwaltung dem Stadtrat "den weitgehenden Erhalt des Gebäudes" vor, wie aus einer Beschlussvorlage für die nächste Ratssitzung am 3. November hervorgeht. Wenn die Räte dem Vorschlag zustimmen, "erfolgt eine erneute öffentliche Ausschreibung", um einen Nutzer zu finden, teilt Steffen Möhrs, Fachgruppenleiter Stadtentwicklung im Pirnaer Rathaus, mit.

Nachdem das von einem Investor aus Dresden geplante Projekt eines Hotels mit Gastronomie und Veranstaltungssaal gescheitert war, hatte die Stadt bereits 2013 nach einem neuen Nutzer Ausschau gehalten. Die Ausschreibung hatte damals keinen Erfolg. In einer daraufhin von der Verwaltung beauftragten Studie wurde sogar der Abriss der "Tanne" empfohlen, weil sich nur so das Grundstück am besten vermarkten ließe. Dennoch möchte die Stadt einen "letzten Versuch" zu einer Nachnutzung des denkmalgeschützten Gebäudes unternehmen. "Ein weitgehender Erhalt entspricht auch der Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege", informiert Möhrs.

Die Denkmalschutzbehörde erteilte den Abrissplänen eine klare Absage. Ein Abbruch der Tannensäle ist laut dem für Pirna zuständigen Gebietsreferenten Dr. Ralf-Peter Pinkwart "nicht mehr begründbar und angemessen". "Wir können die denkmalpflegerische Zustimmung dafür demzufolge auch nicht in Aussicht stellen. Ziel sollte es sein, die Gebäudeanlage mit einer geeigneten neuen Nutzung weitestgehend denkmalgerecht weiter zu erhalten", heißt es in einem Schreiben an die Stadtverwaltung.

Ein erneuter Versuch, für die "Tanne" einen Investor zu finden, könnte dieses Mal mehr Erfolg haben. "Nach der letzten Ausschreibung hatte sich ein Interessent nachträglich bei der Stadtverwaltung gemeldet, der sein Kaufinteresse nochmals kürzlich bestätigt hat", berichtet Möhrs. Dieser wolle den Saal erhalten und die anderen Gebäudeteile zu Wohnungen umbauen.

Die von vielen Pirnaern gehegte Hoffnung, dass im großen Saal der "Tanne" eines Tages wieder kulturelle Veranstaltungen stattfinden werden, kann und möchte die Verwaltung nicht nähren. Einer Wiederbelebung des Gebäudes als Kulturhaus stehen heute Schallschutzbestimmungen entgegen. Denn unter anderem verfolgt der Eigentümer des benachbarten ehemaligen Gewerkschaftshauses das Ziel, das ebenfalls seit vielen Jahren leerstehende Objekt künftig für Wohnzwecke zu nutzen. "Damit ist die Umsetzung eines Nutzungskonzeptes für ein Kulturhaus, mit Betriebszeiten an Wochenenden und nach 22 Uhr, nahezu ausgeschlossen", teilt Möhrs bezüglich der "Tanne" mit. Auch der aktuelle B-Plan sieht in dem Gebiet Wohnhäuser vor. Eine nochmalige Änderung des Bebauungsplanes werde aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen.Über das weitere Schicksal der "Tanne" entscheidet der Stadtrat am Dienstag, 3. November, um 18 Uhr im Großen Ratssaal im Rathaus.

Silvio Kuhnert

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