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Talsperre Malter verhinderte beim Hochwasser Schlimmeres

Talsperre Malter verhinderte beim Hochwasser Schlimmeres

Der bei Wanderern und Familien gleichermaßen beliebte Weg durch den Rabenauer Grund bleibt im Bereich zwischen Coßmannsdorf und Rabenauer Mühle auf unbestimmte Zeit gesperrt.

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Die Weißeritzflut zerstörte den Wanderweg im Rabenauer Grund.

Quelle: Peter Weckbrodt

Die an der Talsperre Malter überlaufende Rote Weißeritz hat ihn Anfang Juni auf einer Länge von rund 3500 Metern beschädigt, davon auf mehr als 1000 Metern sogar extrem. "Der Weg ist streckenweise regelrecht weggespült. Schäden gibt es auch an den Erholungseinrichtungen entlang des Weges. Wir haben diese inzwischen erfasst, zur Höhe können aber wir noch keine Aussage treffen", sagt Wolfgang Gläser, Leiter des Forstbezirks Bärenfels. "Das Tal und die bewaldeten Hänge sind forstbehördlich gesperrt."

Wanderweg durch Rabenauer Grund teilweise gesperrt

Da erhebliche Bauleistungen für die Wiederherstellung des Weges erforderlich seien, sei eine ordentliche Planung unerlässlich. Das gelte auch für die richtige Einordnung hinsichtlich der Dringlichkeit der Maßnahme. "Deshalb wird es dafür so schnell keine Zeitschiene geben", so Gläser,

Bessere Nachrichten hat der Forstdirektor für den ebenfalls gesperrten Abschnitt von der Rabenauer Mühle bis Spechtritz. Hier sind die Schäden vergleichsweise gering. Auf einer Länge von 70 Metern gibt es zwei Schadstellen. Der Forstbezirk bemüht sich um die Freigabe dieses Abschnitts rechtzeitig zum Schmalspurbahn-Festival auf der Weißeritztalbahn, das vom 20. bis 21. Juli stattfindet.

Das Stauvermögen von maximal 8,780 Millionen Kubikmetern Wasser der Talsperre Malter verhinderte eindeutig Schlimmeres im Unterlauf der Weißeritz. Das belegt das den DNN vorliegende Zahlenmaterial der Landestalsperrenverwaltung. Danach war der Pegelstand der Talsperre vor Beginn des Starkregens am 27. Mai auf rund 75 cm unter Normalstau gesenkt worden.

Am Dippoldiswalder Zufluss der Sperre wurde am 3. Juni gegen Mittag eine Wassermenge von rund 62 Kubikmeter je Sekunde gemessen, die in der Folge-nacht gegen 3 Uhr den Spitzenwert von 69 Kubikmeter je Sekunde erreichte. Über die Hochwasserentlastungsanlage liefen am besagten 3. Juni aber "nur" 30 bis maximal 37 Kubikmeter pro Sekunde in die Weißeritz ab. Der Spitzenzufluss wurde somit um 50 Prozent gekappt. Das spricht eindeutig für die Wirksamkeit der Talsperre selbst in einer sehr kritischen Situation.

Am Folgetag sank der Stauspiegel der Talsperre gegen 14 Uhr wieder soweit, dass kein Wasser mehr über die Entlastungsanlage abgegeben werden musste. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Inhalt der Talsperre etwa neun Millionen Kubikmeter Wasser.

Mit einem umfangreichen Festprogramm begehen die Gemeinden rund um die Talsperre vom 19. bis 21. Juli das 100-jährige Jubiläum "ihrer" Talsperre. Höhepunkt ist die Großveranstaltung "Malter in Flammen", zu der die Weißeritztalbahn wieder Sonderzüge fährt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.07.2013

Peter Weckbrodt

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