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Szenische Lesung auf dem Friedhof Radebeul-West

Szenische Lesung auf dem Friedhof Radebeul-West

Was ist das Schlimmste am Tod? Dass er Menschen weh tut? Dass er so unvermeidlich, so endgültig ist? Sicher, das alles ist schlimm, aber am schlimmsten ist doch oft das Schweigen, das sich ausbreitet, wenn es um den Tod geht.

Radebeul. Die Organisatoren der Andacht in der Kapelle des Friedhofes in Radebeul-West am Sonntagnachmittag, 15 Uhr, möchten dieses Schweigen brechen - auf eine ganz besondere Weise: Autor und Schauspieler Markward Herbert Fischer lädt gemeinsam mit Michaela Tschubenko zur szenischen Lesung "Ein Stern namens Mama" ein.

Diese beruht auf einem Buch von Karen Susan Fessel. Sie erzählt darin die Geschichte der zehnjährigen Louise, deren Mutter schwer krank ist. Das sei eine berührend traurige und erlösend tröstliche Geschichte zugleich, findet der Schauspieler Fischer. Auch gehe es dabei um den Umgang mit dem bevorstehenden Tod, um die Last des Schweigens und die befreiende Wirkung des Redens.

Im vergangenen Jahr zum Totensonntag hatte die Lesung, bei der es sich um ein Projekt des Literaturtheaters Dresden handelt, ihre Premiere auf dem Tolkewitzer Friedhof - mit erstaunlichen Reaktionen. "Die Geschichte löst einfach tiefe Emotionen aus", erinnert sich Fischer, "nach der Veranstaltung kamen die Menschen zu uns und begannen, ihre Geschichten zu erzählen."

Das Schweigen brechen, der Toten gedenken, auf eine ehrliche, berührende, hoffnungsvolle und manchmal sogar heitere Weise - dazu laden die Veranstalter zum Totensonntag auf den Friedhof in Radebeul-West ein. "Wir wollen Menschen ermutigen, an diesem Tag einmal anzuhalten, innezuhalten, berührt zu werden über eine Geschichte", sagt Fischer.

Die Lesung dauert etwa 40 Minuten und wird von Christian Mögel musikalisch untermalt. Und auch die Kapelle verwandelt sich für den Nachmittag - mit Kerzen und Sternen, Licht und Musik. Und vielleicht mit der ein oder anderen noch nicht erzählten Geschichte vom Leben und vom Tod.

iSo., 15 Uhr: "Ein Stern namens Mama", Andacht zum Ewigkeitssonntag, Kapelle des Friedhofes Radebeul-West, Am Gottesacker, Eintritt frei

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