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Systembau für die Erweiterung der Oberschule Kötitz schwebt ein

Coswig Systembau für die Erweiterung der Oberschule Kötitz schwebt ein

Bis zum Mittwochnachmittag werden die Module eingeschwebt, die bis zum Ende der Sommerferien zu einem rund eine Million Euro teuren Erweiterungsbau der Oberschule Kötitz ausgebaut werden. Das Manöver gilt wegen des engen Raumes als sehr schwierig. Probleme haben sich denn auch gleich beim ersten Versuch krachend angekündigt.

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Der erste Systembau schwebt ein. Insgesamt wurden an der Oberschule Kötitz am Mittwoch acht Container auf den Schulhof gesetzt. Dort entsteht bis zum August ein rund eine Million Euro teurer Erweiterungsbau.

Quelle: Uwe Hofmann

Coswig. Gegen 8.18 Uhr geht der erste Container in die Luft. „Modulbau heißt das“, berichtigt Stefan Sári, im Coswiger Rathaus für die Schulen verantwortlich. Er ist am Mittwochmorgen wie viele andere Interessierte auch an die Kötitzer Straße gekommen, um das Einschweben der insgesamt acht Module zu beobachten, mit deren Hilfe die aus allen Nähten platzende Oberschule Kötitz erweitert werden soll. Zwei Klassenzimmer für Geographie, Geschichte und Gemeinschaftskunde, ein Vorbereitungszimmer und dazu ein 110 Quadratmeter großer Speisesaal samt Vorbereitungsküche entstehen bis zur letzten Woche der Sommerferien, sagt Schuldirektor Mathias Müller. Auch er besieht sich das Spektakel von der Straße aus.

Von dort hat er auch einen guten Blick auf seine Schüler, von denen manche von Sperrschildern ungestört auf den Arbeitsbereich zumarschieren. „Dort geht es nicht weiter“, ruft Müller. Immerhin hat er sich eine Menge einfallen lassen, heute so wenig der insgesamt 298 Schüler da sind, wie es geht. So sind die Schüler der achten und neunten Klassen im Meißner Kino, wo sie einen Film über einen Crystal-Süchtigen sehen, die Fünftklässler machen dagegen eine Exkursion in den Zoo und die Villa Teresa. „Sonst wechseln die Schüler auch immer zwischen dem Schulhaus und dem früheren Kötitzer Rathaus, das haben wir für heute untersagt“, sagt Müller. Genau dazwischen sollen die Systembauten einschweben. Es ist ein schwieriges Baufeld, sehr eng zwischen den historischen Gebäuden. „Bei der Kita-Erweiterung hat es auch ohne Probleme geklappt“, zeigt sich Sári mit Verweis auf das hinter dem historischen Rathaus gelegenen Kitabau optimistisch.

Etwa zehn Minuten später kracht es dann. Der Kranführer hat den 17,5 Meter langen Modulbau auf einen Baum aufgesetzt, über den er den Gebäudeteil eigentlich einschweben soll. Viel passiert nicht, es fallen ein paar Äste, die Metallabdeckung des Containers ist eingedrückt. Darunter liege Stahlbeton, weshalb das am Ende entstehende Gebäude so robust sei wie jedes andere auch, sagt Sàri. Trotzdem hätte er lieber auf die Zwischenlandung lieber verzichtet. Wahrscheinlich wäre es wirklich besser gewesen, die Container bereits in den Winterferien aufzubauen, wie es Coswig ursprünglich geplant hatte. Dann wären die Bäume unbelaubt gewesen, was dem Kranführer wenigstens hie und da einen Blick durch das Geäst erlaubt hätte. Aus diesen Plänen wurde jedoch nichts, weil Systembauer Alho wegen der steigenden Nachfrage nach Flüchtlingsunterkünften nicht eher liefern konnte. Dabei hatte Coswig das frühere Kantinengebäude schon im Herbst abgerissen. Das ganze Schuljahr lang werden die Schüler deswegen in ihren Klassenzimmern verpflegt.

Damit soll es mit Beginn des neuen Schuljahres vorbei sein. Der neue Speisesaal ist dabei so dimensioniert, dass theoretisch alle Schüler gleichzeitig essen könnten, auch wenn man es aus pragmatischen Überlegungen vielleicht bei zwei halbstündigen Essenspausen belässt, wie Direktor Müller sagt. „Es ist ja dann die Frage, wie lange es dauert, bis der letzte Schüler sein Essen erhalten hat“, begründet er. Toiletten müssen in dem 1,02 Millionen teuren Erweiterungsbau übrigens nicht eingebaut werden, weil er im Obergeschoss eine Verbindung zur benachbarten Turnhalle erhält. Im Erdgeschoss wird dagegen ein schmaler Durchgang zum Sportplatz frei gehalten. Nötig wurde der Erweiterungsbau, weil die Schule immer größere Klassenstärken aufweist. Die Raumgrößen im Kötitzer Rathaus genügen dafür nicht, weshalb die zwei neuen Klassenzimmer mit jeweils 68 Quadratmeter Größe dringend erforderlich wurden.

Von Uwe Hofmann

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