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Südumfahrung Pirna : Bürgerinitiative sieht Wirtschaft in Gefahr

Südumfahrung Pirna : Bürgerinitiative sieht Wirtschaft in Gefahr

Die Bürgerinitiative (BI) "pro Sächsische Schweiz - Südumfahrung Pirna jetzt!" will ein Scheitern des Baus des langersehnten dritten Abschnitts der Ortsumgehung verhindern.

Pirna. Pirna. Die Bürgerinitiative (BI) "pro Sächsische Schweiz - Südumfahrung Pirna jetzt!" will ein Scheitern des Baus des langersehnten dritten Abschnitts der Ortsumgehung verhindern. Signale aus dem sächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium lassen die Alarmglocken nicht nur in der BI schrillen. Zurzeit wird auf Bundes- und Landesebene der Investitionsplan im Straßenbau neu beraten. Aus diesem Grund lud das Verkehrsministerium Anfang September Vertreter der Landesdirektion Dresden und den Bauträger, die "Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH" (Deges) zu einem Besprechungstermin ein. "Der war für den 28. September geplant", berichtet BI-Sprecher Klaus Leroff (CDU). Bis zu dem Termin sollte das Planfeststellungsverfahren ruhen. Doch bis jetzt fand das Gespräch nicht statt.

So etwas habe er in seiner Zeit als Landtagsabgeordneter noch nicht erlebt, sagt Leroff. "Was maßt sich das Wirtschaftsministerium an, einer Dienststelle in einem rechtmäßigen Verfahren einen Stopp zu erteilen? Es ist noch nicht einmal für die Landesdirektion zuständig", ist Leroff sichtlich erregt. Denn er befürchtet, dass die Herstellung des Baurechts damit gefährdet wird. "Die Planfeststellung könnte scheitern, wenn Fristen auslaufen", so Leroff, "dann war es das mit der Südumfahrung."

Ein Aus der Ortsumgehung schade der Wirtschaft in Pirna und der Sächsischen Schweiz, ist die BI überzeugt. Es sind nicht nur Touristen, die der tägliche Stau auf der Bundesstraße vergrault. Firmen haben sich in der Region angesiedelt oder in die Erweiterung ihrer Standorte investiert, in dem Vertrauen, dass die Südumfahrung kommt und der Lieferverkehr nicht im Stau auf den Serpentinen den Sonnenstein hinauf stecken bleibt. Kommunen haben seit den 1990er Jahren den Straßenbau auf die geplante Route ausgerichtet. "Soll der wirtschaftliche Aufbau umsonst gewesen sein?", fragt Leroff. Nicht nur für die BI steht fest, ohne Südumfahrung kann die Wirtschaft in der Region nicht stabilisiert werden. Deshalb bekommt sie auch Unterstützung von Pirnas Stadtoberhaupt Klaus-Peter Hanke (parteilos) sowie den Bürgermeistern Frieder Haase und Andreas Eggert aus Königstein und Bad Schandau (alle drei parteilos). Zu den Unterstützern gehören auch Landrat Michael Geisler (CDU), die Volksbank Pirna, das Klinikum Pirna, die Handwerkskammer, der CDU-Kreisverband und Klaus Fiedler von der SPD-AG Euroregion Elbe/Labe. Sie fordern, dass das Planfeststellungsverfahren ordnungsgemäß beendet und im Anschluss rasch gebaut wird. Diesen Wunsch brachte die BI in zwei Schreiben an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und seinen sächsischen Amtskollegen Sven Morlok (FDP) zum Ausdruck. Gleichzeitig sammelt sie Unterschriften, die im November Morlok übergeben werden sollen.

Die Südumfahrung soll den Autobahnzubringer mit der B172 in Höhe Krietzschwitz verbinden und die Bundesstraße durch Pirna entlasten. Allein auf dem Abschnitt Königsteiner Straße rollen schon heute 32 000 Fahrzeuge am Tag.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2011

sk

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