Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Streitfall "Meißner" - Anwohner fordern Erneuerung der Hauptverkehrsader

Streitfall "Meißner" - Anwohner fordern Erneuerung der Hauptverkehrsader

Fast muss man um Frank Maiers Genick fürchten, so sehr schüttelt er mit dem Kopf. "Da bin ich fassungslos", meint er zur Ausweitung der Tempo-30-Zonen in Radebeul (DNN berichteten).

Voriger Artikel
Buchveröffentlichung - Nikolaus motzt gegen den Weihnachtsmann
Nächster Artikel
Pirnas Stadträte fordern besseren Draht ins Rathaus

Die Meißner Straße soll endlich saniert werden, fordert Frank Maier.

Radebeul. Von Uwe Hofmann

Radebeul. Fast muss man um Frank Maiers Genick fürchten, so sehr schüttelt er mit dem Kopf. "Da bin ich fassungslos", meint er zur Ausweitung der Tempo-30-Zonen in Radebeul (DNN berichteten). Die werden sich bis zum Frühjahr durch weite Teile des Stadtgebiets, vor allem die Ober- und Niederlößnitz, ziehen. "Da wird es doch noch mehr Verkehr auf der Meißner Straße geben", schlussfolgert Maier, der an einem unsanierten Teil der vielbefahrenen Straße wohnt.

Genau das ist auch Absicht des Beschlusses, informiert Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Der Stadtrat habe sich klar zu einer Bündelung des Verkehrs auf den großen Straßen wie der Moritzburger, Kötzschenbrodaer oder eben Meißner Straße entschlossen und will auf allen anderen den Schleichverkehr bekämpfen.

Für Maier ist das wie ein Schlag ins Gesicht. Seit Jahren kämpft er nach eigener Aussage darum, dass die Hauptverkehrsader vor seiner Haustür saniert wird, weil er den Verkehrslärm nicht mehr ertragen will. Inzwischen hat er sich einen deftigen Tonfall angewöhnt. "Auf dem Pflaster hier sind doch schon die sowjetischen Panzer gerollt", sagt er über den zerschlissenen Belag vor seinem Haus am Pharmapark. Tatsächlich zählt auch die Stadtverwaltung den Abschnitt zu "den schlechtesten in Radebeul". Einen schmalen Streifen mit neuem Asphalt direkt vor seinem Grundstück habe sich Maier vor zwei Jahren erstritten. "Das nützt aber gar nichts, wenn auf der Gegenfahrbahn die Lkws entlangdonnern", sagt er.

Nur ein Straßenausbau könne Ruhe schaffen, da ist sich Maier sicher. "Seit 20 Jahren werden in Radebeul Nebenstraßen saniert, wann ist endlich die Staatsstraße dran?", fragt er. Schließlich sei das Geld ja nun da, wie er mit Verweis auf den im Vorjahr gefassten Betriebsvertrag über die Straßenbahnlinie 4 meint. Dort ist von 5,4 Millionen Euro die Rede, die bis 2020 vor allem in die Strecke auf der Meißner Straße investiert werden sollen.

Im nächsten Jahr könne es losgehen, wenn es einen Förderbescheid gebe, wie Müller mitteilt. Denn auf finanzielle Hilfe sei man zwingend angewiesen. Selbst dann werden vor Maiers Tür keine Baumaschinen arbeiten. Zunächst will man zwischen Gradsteg und Borstraße sanieren und die Gleise darüber hinaus bis zur Dr.-Külz-Straße erneuern. 1,9 Millionen Euro soll das kosten, von denen 60 Prozent aus Fördermitteltöpfen fließen sollen. Maier muss sich wenigstens bis 2014 gedulden. Dann könne frühestens zwischen Rennerbergstraße und Dr.-Külz-Straße für 2,4 Millionen Euro saniert werden. Vielleicht dauert es auch länger. Derzeit werde noch diskutiert, ob der Abschnitt zwischen Gleisschleife Ost und Eduard-Bilz-Straße vorgezogen werden muss, weil die Gleise dort in so schlechtem Zustand sind. Keine gute Aussichten für Frank Maiers Genick.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.12.2011

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

17.11.2017 - 19:37 Uhr

Die neue Dresdner Hallenmeisterschaften dauern bis zum 10. Februar. Dann soll der neue Champion ermittelt sein.

mehr