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Streit um Sanierung der Meißner Straße in Radebeul - Marode Gleise bedeuten Mehrkosten für DVB

Streit um Sanierung der Meißner Straße in Radebeul - Marode Gleise bedeuten Mehrkosten für DVB

Zwischen dem Landkreis Meißen und der Stadt Radebeul gibt es offenbar Uneinigkeit, wie es bei der Sanierung der Meißner Straße weitergehen soll.

Radebeul.

Der Landkreis würde die dringend notwendigen Arbeiten gern in Abschnitten, aber zeitnah durchgeführt sehen, die Lößnitzstadt setzt auf eine Komplettsanierung, die aber erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden kann. Hintergrund der Uneinigkeit ist die Straßenbahnlinie 4. 200 000 Euro Mehrausgaben hat der Streckenabschnitt in Radebeul laut einer Kostenberechnung in den letzten zwei Jahren verursacht und damit die Kostenkalkulation der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ordentlich verhagelt.

Grund: Da die Gleise in der Lößnitzstadt dringend einer Erneuerung bedürfen, müssen die Bahnen langsamer fahren, mit lediglich zehn bis 30 Stundenkilometern ruckeln sie an vielen Stellen über die Meißner Straße. Um den vorgegebenen Takt von 15 Minuten dennoch halten zu können, müssen die DVB deshalb mehr Fahrzeuge einsetzen als kalkuliert. Im Jahresschnitt sind 5,6 statt der geplanten 4,7 Züge unterwegs. Und das kostet mehr Geld. Hinzu kommt, dass die Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr auf 2,5 Millionen Kunden gesunken sind. Im Jahr davor beförderten die DVB noch rund drei Millionen Fahrgäste durch Radebeul. Der merkliche Rückgang in der zweiten Jahreshälfte 2012 ist nach Aussage des Landkreises der langwierigen Sperrung der Meißner Straße und dem deswegen erforderlichen Schienenersatzverkehr geschuldet.

Für den Landkreis ist die Sache nun klar: Verschwinden die Langsamfahrstrecken, verringert sich auch der Aufwand an Fahrzeugen und Personal. Außerdem geht man für dieses Jahr von einer Fahrgaststeigerung um 250 000 Kunden aus, was die Verluste schließlich ausgleichen soll. Noch im Herbst dieses Jahres würde der Stadtrat Radebeul über die Sanierung des Abschnitts zwischen Dr.-Külz- und Rennerbergstraße in Radebeul-Mitte entscheiden, so der Landkreis in einem Papier. Über den Ausbau zwischen Wasa- und Bilz-Straße in Radebeul-Ost werde ein Grundsatzbeschluss in diesem Winter entscheiden. Danach könne man bereits mit dem Planungen beginnen.

Im Radebeuler Rathaus sieht man das ganz anders. Mit dem Ausbau der Meißner Straße sei erst 2016 zu rechnen, sagt Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Zwar sei sich die Stadt der Belastungen für die DVB bewusst. "Es wird schwer für sie, das noch zwei Jahre lang durchzuhalten", sagt Wendsche. Nichtsdestotrotz sei man in entsprechenden Gesprächen. Radebeul führt dabei durchaus gewichtige Argumente ins Feld. So plant die Stadt, im nächsten Jahr zuerst die Kötzschenbrodaer Straße zwischen der Weintraubenstraße und Am Gottesacker für zwei Millionen Euro grundhaft auszubauen. Im darauf folgenden Jahr soll die nördliche Umleitungsstrecke für die Meißner Straße, also vor allem die Heinrich-Zille-Straße, saniert werden.

Radebeul hätte dann zwei leistungsfähige Strecken, die den Ausfall der Meißner Straße halbwegs kompensieren könnten. Die könnte dann 2016 in den zwei schlimmsten Abschnitten zwischen Eduard-Bilz-Straße und Wasastraße sowie in Radebeul-Mitte gleichzeitig saniert werden, ohne ei- nen Verkehrskollaps zu riskieren. "Es ist besser, das nach dem Motto 'Augen zu und durch' alles auf einmal zu machen, als Sperrungen und Schienenersatzverkehr dauerhaft einrichten zu müssen", meint Wendsche. So ließen sich die Auswirkungen auf den Fahrgastverkehr am geringsten halten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.09.2013

Christin Grödel

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