Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Streit um Platz für Schlagerpartys an der Elbe: Matzke kämpft um sein Festzelt

Streit um Platz für Schlagerpartys an der Elbe: Matzke kämpft um sein Festzelt

Gastwirt Walter Matzke will sein Festzelt in Obervorgelgesang wieder aufbauen dürfen. Rund 3500 Unterschriften haben er und eine "Festzelt-Initiative" gesammelt und an OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) zur jüngsten Stadtratssitzung übergeben.

Das Stadtoberhaupt soll sie nun Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) überreichen. Vom Landesvater erhofft sich Matzke, dass der gegenüber der Landesdirektion Sachsen auf einer wie vor drei Jahren zugesagten "einvernehmlichen Lösung" besteht. Matzke wünscht sich, dass die Verhandlungen über einen öffentlich-rechtlichen Vertrag nach dem letzten Gespräch am 21. März 2012 wieder aufgenommen werden.

"Seit 1994 habe ich in Obervogelgesang ein Festzelt und bis 2010 hat es niemanden gestört", sagt Matzke. Die Stadt Pirna hatte das Zelt zunächst als "fliegenden Bau" kategorisiert. Und darauf pocht Matzke heute noch. Die Landesdirektion sah jedoch in dem von Matzke auf insgesamt 36 Meter Länge vergrößerten Zeltbau in der Elbaue die Sichtbeziehungen im Landschaftsschutzgebiet gestört. 2011 musste er es unter viel Protest abbauen. Im Jahr darauf bot ihm die Landesdirektion einen Vertrag an. Die Bedingungen lauteten: das Höchstmaß von 30 Metern Länge darf nicht überschritten und Bäume sollten als Sichtschutz gepflanzt werden. Matzke bestand auf sechs Metern mehr für die Bühne und zog vor das Verwaltungsgericht. Weil das vor allem für Schlagerveranstaltungen genutzte Zelt über vier Monate auf der Elbwiese an ein und derselben Stelle stehen sollte, stuften die Richter es nicht mehr als einen "fliegenden Bau" ein. Aber nur ein derartiger Bau darf temporär auf den Elbwiesen stehen.

Durch den Richterspruch ist nun die Chance vertan, zu einer Vertragslösung zu kommen. "In der Tat hat sich Herrn Matzke durch die von ihm selbst herbeigeführte gerichtliche Entscheidung den Weg für einen öffentlich-rechtlichen Vertrag verbaut. Einen Daueraufbau des Festzeltes kann ihm bei der augenblicklichen Entscheidungs- und Rechtslage niemand mehr genehmigen", teilte Holm Felber, Sprecher der Landesdirektion Sachsen mit.

Eine kleine Hoffnung bleibt aber, wenn der Wirt sein Zelt nur für kurze Zeit aufstellt. "Für Einzelveranstaltungen muss Herr Matzke sich um Genehmigungen bei der Stadt Pirna bemühen. Diese wird gegebenenfalls die Landesdirektion beteiligen, so weit deren Zuständigkeit etwa beim Naturschutz berührt ist", informiert Felber. Ob eine Genehmigung dann möglich sei, hänge immer von der konkreten Ausgestaltung des jeweiligen Antrages ab. Nach dem Juni-Hochwasser im vergangenen Jahr hatte der Gastwirt für zwei Konzerte im August und im September jeweils die Erlaubnis zum Aufbau seines Festzeltes erhalten.

Konzerte will Matzke auch dieses Jahr wieder veranstalten. "Ich habe bereits mehrere Künstler engagiert", sagt er. So hat er Schlagerstar Bernhard Brink, die Leipziger Rock-'n'-Roll-Band The Firebirds, den Bergsteigerchor Kurt Schlosser, das Comedy-Duo "Die Bierhähne" und die Bergkapelle Seiffen an der Hand. "Die Verträge sind alle unterschrieben", so Matzke. Auch das Ortsfest und ein Schifferfest, bei dem der historische Heckradschlepper "Beskydy" aus Tschechien in Obervogelgesang festmacht, sollen auf der Elbwiese steigen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.04.2014

Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr