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Streit um Gehwege auf der Maxim-Gorki-Straße in Pirna

Neue Pläne im Rathaus Streit um Gehwege auf der Maxim-Gorki-Straße in Pirna

Zankapfel Maxim-Gorki-Straße: Stritt man sich vor zwei Jahren um die großen und schiefen Platanen an der wichtigen Verkehrsachse von der Stadtbrücke zur Bundesstraße in Pirna, so sind heute der Fuß- und Radweg das Streitthema.

Stolperfalle Maxim-Gorki-Straße - die Gehwegplatten weisen zahlreiche Verwerfungen auf.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Zankapfel Maxim-Gorki-Straße: Stritt man sich vor zwei Jahren um die großen und schiefen Platanen an der wichtigen Verkehrsachse von der Stadtbrücke zur Bundesstraße in Pirna, so sind heute der Fuß- und Radweg das Streitthema. Die Bäume, die mit Stamm und Ästen zu weit auf die Fahrbahn reichten und eine teilweise Sperrung einer der beiden Fahrspuren zur Feldschlößchenkreuzung notwendig machten, sind seit Februar 2014 trotz Protesten Geschichte. Der Auftrag des Bauausschusses an die Verwaltung war damals eindeutig: nach der Fällung der Platanen sollte der Geh- und Radweg instandgesetzt werden. Doch passiert ist seither nichts. "Ich fordere, dass die Maxim-Gorki-Straße in Ordnung gebracht wird", pochte Stadtrat Peter Tränkner (Pirnaer Bürgerinitiativen) auf der jüngsten Stadtratssitzung auf die Umsetzung des Beschlusses. Am kommenden Donnerstag wird im Bauausschuss erneut darüber debattiert.

Warum Stadtrat Tränkner seit Jahren Handlungsbedarf bei der Gorki-Straße anmahnt, kann jeder gut verstehen, der auf dem westlichen Fußweg langläuft. Der Gehweg gleicht einem Versuchslabor für Gestaltungsmöglichkeiten. Pflastersteine wechseln sich mit Granitplatten, quadratischen Betonplatten und Schotterflächen ab. So bunt die Materialien, so unterschiedlich liegen sie da. Sie weisen Verwerfungen auf, bilden Huckel und Wölbungen. Platten sind zum Teil gebrochen. Der Gehweg hat sehr viele Stolperfallen. Hoffnung, dass sich am Zustand etwas ändert, kam nach dem Juni-Hochwasser 2013. Damals stand auch ein Großteil der Gorki-Straße unter Wasser. Die Überschwemmung hat den Zustand der Gehwege weiter verschlimmert. Im Wiederaufbauplan wurden der Stadt rund 480 000 Euro für die Sanierung der Maxim-Gorki-Straße samt Gehwege aus dem Fluthilfetopf von Bund und Land bestätigt.

Stein des Anstoßes sind die neuen Pläne im Rathaus. Die Priorität wurde von eins auf drei herabgestuft. Auch der Umfang ist abgespeckt. "Nach Information durch die Fachgruppe Stadtentwicklung soll nur eine partielle Instandsetzung der Gehwege erfolgen, d.h. eine punktuelle Instandsetzung von ausgespülten Pflasterfugen und das Richten von Pflaster und Platten", berichtet Tränkner. Kostenpunkt nur noch 58 000 Euro.

Wie die Stadtverwaltung informiert, wurde die Erneuerung der Gehwege nur für den überfluteten Teil der Gorki-Straße angemeldet. Aber nicht die ganze Straße stand Anfang Juni 2013 unter Wasser. "Für die nicht vom Hochwasser betroffenen Abschnitte waren keine finanziellen Mittel vorgesehen", heißt es aus dem Rathaus. An eine komplette Instandsetzung bis zur B172 war also nicht gedacht. Zudem habe der Wiederaufbaustab nach Prüfung Zweifel angemeldet, ob alle Schäden aus der Überflutung resultieren. Und nachdem die Fördermittelanträge für die Hospitalstraße und die Robert-Koch-Straße abgelehnt worden waren, wurde der Leistungsumfang für die Gorki-Straße abgeändert. "Ohne diese Reduzierung bestand die Gefahr, dass diese Maßnahme inklusive dem bestätigten Budget aus dem Wiederaufbauplan der Stadt Pirna entfällt." Daher empfiehlt die Verwaltung kleine Reparaturen statt einer großen Sanierung, um Fördermittel nicht komplett zu verlieren.

silvio kuhnert

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