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Streit um Abriss der Breiten Straße 10 : Stadt will Pirnaer Denkmalverein ausbremsen

Streit um Abriss der Breiten Straße 10 : Stadt will Pirnaer Denkmalverein ausbremsen

Das "Kuratorium Altstadt Pirna" soll nach dem Willen der Stadtverwaltung nicht regelmäßig über geplante Bau- und Sanierungsvorhaben in der Altstadt informiert werden.

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Das Haus an der Breiten Straße hat bereits Canaletto in der Mitte des 18. Jahrhunderts gemalt. Nun soll es abgerissen werden.

Quelle: Silvio Kuhnert

Stadtplaner Steffen Möhrs empfiehlt dem Bauausschuss auf seiner nächsten Sitzung, einen Antrag der SPD/Grüne-Stadtratsfraktion abzulehnen. Die Räte wollten, dass die Verwaltung regelmäßig mit dem größten Kulturverein der Stadt das Baugeschehen im historischen Zentrum der Elbestadt berät.

"Das Kuratorium als Verein kann bei Behördenentscheidungen nicht eingebunden werden. Dies lässt zum einen der Datenschutz nicht zu. Zum anderen kann ein Verein nicht den Status eines Trägers öffentlicher Belange erlangen, der im Zuge von Bauleitplanungen zu beteiligen ist", lautet Möhrs' Begründung. Anlass des Antrags von SPD und Grüne war der Unmut unter den Mitgliedern des Denkmalpflegevereins über die Abrisspläne des historischen Vorstadthauses Breite Straße 10. Das bereits von Canaletto gemalte Haus soll für eine breitere Zufahrt zu einem neuen Supermarkt weichen. Der dänische Netto plant einen Lebensmittelmarkt an der Ecke B172/Robert-Koch-Straße. Von dem Abriss erfuhren die Kuratoriumsmitglieder aus der Zeitung, als im Rathaus die diesbezügliche Entscheidung bereits gefallen war.

Auch eine von der SPD/Grüne-Fraktion geforderte "lückenlose Historie der Angelegenheit Breite Straße 10 bis zur Genehmigung des Abrisses des Objektes" dem Bauausschuss vorzulegen, lehnt die Verwaltung ab. Die Stadträte hätten die Möglichkeit zur Akteneinsichtnahme in sämtlichen Schriftverkehr mit dem Landesamt für Denkmalpflege zum Vorgang gehabt. "Mehr Transparenz kann es nicht geben", meint Möhrs. Der Einblick in die Akten könnte jederzeit wiederholt werden.

Laut Stadtverwaltung gibt es zum Abriss keine Alternative. Das Objekt gilt als eine Problemimmobilie mit sehr geringer Hoffnung auf eine Sanierung. "Nach Aussage des Voreigentümers hat sich in den letzten 20 Jahren, im Gegensatz zu den Gebäuden 4 bis 8, kein einziger Interessent oder Investor gezeigt, der das Objekt Breite Straße 10 hätte sanieren wollen. Der Zuschnitt und die Belichtung der Räume erschweren, neben dem schlechten baulichen Zustand, eine sinnvolle Nachnutzung", glaubt Möhrs.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.04.2014

Silvio Kuhnert

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