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Strahlt der Damm des neuen Rückhaltebeckens bei Schmiedeberg?

Freie Wähler warnen vor kontaminiertem Gestein Strahlt der Damm des neuen Rückhaltebeckens bei Schmiedeberg?

Die Freien Wähler in Sachsen befürchten, dass für den Bau des neuen Rückhaltebeckens im Pöbelbachtal Gestein mit erhöhten Strahlenwerten verwendet wird. Der Bauherr, die Landestalsperrenverwaltung, gibt Entwarnung.

Am 31. Juli 2014 fiel der Startschuss zum Bau des Rückhaltebeckens bei Schmiedeberg. Amt Steuer des Baggers saß der damalige Umweltminister Frank Kupfer.

Quelle: Archiv

Schmiedeberg. Geht vom Regenrückhaltebecken im Pöbelbachtal in Schmiedeberg eine Gesundheitsgefahr aus? Die Freien Wähler Sachsens meinen dies jedenfalls. In einer Mitteilung warnen sie vor einer „Billigversion des künftigen Damms“. „Nach unseren Informationen sollen zum Verfüllen aus Spargründen umliegende Felssteine verwendet werden“, berichtete Steffen Große, Landesvorsitzender der Freien Wähler. Das Gestein, welches bereits zu DDR-Zeiten im Rahmen des Uranbergbaus im Blick gewesen sein soll, werde derzeit freigelegt. Das Material soll angeblich erhöhte Strahlenwerte aufweisen.

Die Freien Wähler fordern die Staatsregierung auf, Messprotokolle und die künftige Bauplanung öffentlich zu machen. „Ein strahlender Damm und die Bohrlöcher belasten das Wasser im Rückhaltebecken, das Grundwasser und umliegende Gewässer. Wenn das Risiko für die Gesundheit der Bürger vor Ort und bundesweit zu groß ist, muss Sachsen mehr Geld in den Damm investieren und auf die Billigversion unter Verwendung des Vor-Ort-Felsgesteins verzichten“, so Landeschef Große.

Seit Ende Juli 2014 lässt die Landestalsperrenverwaltung (LTV) das Rückhaltebecken bei Schmiedeberg errichten, um den Hochwasserschutz im Pöbelbachtal und im Tal der Roten Weißeritz zu verbessern. Den Vorwurf, einen „strahlenden Damm“ zu errichten, weist die Behörde entschieden zurück. „Das im Pöbelbachtal gewonnene Gesteinsmaterial weist die für das Festgestein in dieser Region üblichen Hintergrundbelastungen auf. Es handelt sich nicht um kontaminiertes, uranbelastetes Gesteinsmaterial“, teilte LTV-Sprecherin Katrin Schöne mit. Weder in der Planung noch im Planfeststellungsverfahren, an dem auch das Oberbergamt und die Abfallbehörde beteiligt wurden, habe es Indikationen für erhöhte Strahlenwerte gegeben.

Im Verfahren zur Erlangung des Baurechts konnte jeder Betroffene seine Stellungnahme zu dem Vorhaben angeben. „Zum Thema Strahlung wurden keine Bedenken angemeldet“, so Schöne weiter. Auch bei der im Rahmen der Altbergbauerkundung und –verwahrung durchgeführte Radonmessung durch die Bergsicherung habe es keine Anzeichen für strahlenbelastetes Gestein gegeben.

Laut Schöne kann bei der geplanten Investitionssumme von einem „Billigdamm“ nicht die Rede sein. Der Bau des Rückhaltebeckens, der im Jahr 2018 abgeschlossen werden soll, kostet rund 49 Millionen Euro. Das typische Gestein in dieser Region ist Gneis und wurde im Rahmen der Planungen auf seine Verwendbarkeit geprüft. „Es ist für den Dammbau geeignet. Dadurch besteht kein Grund, Material aus anderen Gebieten zu verwenden und lange Anfahrtswege in Kauf zu nehmen“, erklärte Schöne.

Die LTV weist auch den Vorwurf der Freien Wähler zurück, dass sie Löcher in das umliegende Gestein bohre, die zehn bis 15 Jahre lang nachgasen und so eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt sein könnten. Wie Schöne mitteilte, werde das Gestein durch Sprengung entnommen. „D.h., es werden Löcher für die Dynamitladungen gebohrt, die nach der Sprengung nicht mehr vorhanden sind“, so die LTV-Sprecherin. Die beim Dammbau aufgeschütteten Steine werden mit einer 60 Zentimeter dicken Mutterbodenschicht abgedeckt.

Von Silvio Kuhnert

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