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Stimmungsvoll: Adventskonzert in St. Marien Pirna

Stimmungsvoll: Adventskonzert in St. Marien Pirna

Die Pirnaer Stadtkirche St. Marien ist eine wunderbare spätgotische Hallenkirche, die auch beim soundsovielten Besuch ihre Faszination nicht verliert. Im Glanz der Kerzen und Leuchter kamen der Zauber und die Schönheit des weit gespannten Netzgewölbes besonders eindrucksvoll zur Geltung.

Und so waren die besten Voraussetzungen für ein stimmungsvolles Adventskonzert gegeben, das sich eines großen Publikumszuspruches erfreute.

KMD Thomas Meyer hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt und konnte sich wie immer auf das unermüdliche Engagement und die Sangesfreude seines Chores verlassen (auch wenn es hinsichtlich Intonation und Homogenität ein paar Defizite gab). Das Magnificat in C von Gottfried August Homilius entfaltete sich in aller Klangpracht. Der Chor sang hier nicht nur auf beachtlichem Niveau, sondern legte im Verein mit Thomas Meyer auch hörbar viel Wert auf plausible Ausdrucksnuancen. Man weiß eben, was und warum man etwas singt!

Bachs Adventskantate "Nun komm, der Heiden Heiland" stammt aus dessen Weimarer Zeit und wurde 1714 uraufgeführt. Der Chor hatte weder mit dem punktierten Choralsatz zu Beginn noch mit dem fünfstimmigen Schlusschor, der den Cantus firmus "Wie schön leuchtet der Morgenstern" im Mittelpunkt sieht, irgendwelche Mühe. Die Sinfonietta Dresden erfreute mit dem klangschönen, orchestralen Fundament.

Camille Saint-Saëns fühlte sich Bach sehr verbunden und hat seinem "Oratorio de Noel" eine Pastorale im Zwölfachteltakt vorangestellt, die sehr an die Sinfonia der 2. Kantate des Bach'schen Weihnachtsoratoriums erinnert. Die zarte Farbigkeit des Werkes, sein Detailreichtum, die effektvollen Gesangslinien der Solisten verfehlen ihre Wirkung auf die Hörer nicht - die Weihnachtsgeschichte als sanfte Idylle.

Das war in Pirna nicht anders. Der Chor vertiefte sich energisch ("Quare fremuerunt"), aber auch einfühlsam in seinen Part. Dem Solistenquintett - Daniela Haase, Gudrun Anacker, Constanze Hirsch, der kurzfristig eingesprungene Mathias Gronemeyer, Egbert Junghanns - drückten letzterer sowie die Sopranistin Daniela Haase ihren Qualitätsstempel auf. Der Streicherteppich der Sinfonietta erwies sich als klangschön, die Harfenpassage von Kazumi Hashimoto als sehr sensibel und was Johannes Korndörfer an der großen Orgel zauberte, war zwischen Brillanz und klug differenzierter Klanglichkeit bestens ausbalanciert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.12.2014

Mareile Hanns

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