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Sternstunden für den WM-Neuling Erik Oese aus Radebeul

Sternstunden für den WM-Neuling Erik Oese aus Radebeul

Erik Oese ist Vizeweltmeister im Voltigieren. Der 24-Jährige Pferdeakrobat vom RFV Moritzburg sicherte sich am gestrigen Nachmittag im französischen Le Mans im WM-Finale die Silbermedaille und sorgte damit für die wohl größte Überraschung im deutschen Team.

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Vereinstrainer Andreas Bäßler, Vizeweltmeister Erik Oese und Bundestrainerin Ulla Ramge bejubeln Oeses Überraschungserfolg in Le Mans.

Quelle: Daniel Kaiser

Le Mans. Von Daniel Kaiser

Le Mans (DNN). Erik Oese ist Vizeweltmeister im Voltigieren. Der 24-Jährige Pferdeakrobat vom RFV Moritzburg sicherte sich am gestrigen Nachmittag im französischen Le Mans im WM-Finale die Silbermedaille und sorgte damit für die wohl größte Überraschung im deutschen Team.

Für den Lehramtsstudenten wurde im Pferdesportzentrum Boulerie Jump ein Traum wahr. Der junge Mann aus Radebeul, der am Sonnabend bereits den dritten Umlauf (Technikprogramm) gewonnen hatte und zwischenzeitlich sogar auf Goldkurs lag, präsentierte nach Lokalmatador Nicolas Andreani (9,076) die zweitbeste Choreografie im Zirkel. Auf seinem Pferd Calvador, das ihm von Besitzerin Dagmar Kramer zur Verfügung gestellt wird, kassierte er 8,771 Zähler. Das bedeutete in der Totalen 8,415 Punkte und damit die Silbermedaille in seinem ersten Einzel-Championat. Der Franzose Andreani hatte es bei seinen Heimauftritt auf 8,512 Zähler gebracht.

Oeses Longenführer Andreas Bäßler, Bundestrainerin Ulla Ramge und das gesamte deutsche Team nahmen den Rotschopf im Anschluss beherzt in die Arme. Hunderte mitgereiste deutsche Fans ließen die Arena in Le Mans dabei beben. "Einfach bombig. Das kam alles völlig unerwartet und überraschend", kommentierte der Shootingstar das Ergebnis.

Eine Rückwärtsrolle, die in dieser Saison schon einmal zu einem Sturz geführt hatte, hatte er im Finale aus taktischen Gründen gestrichen. Bäßler verriet: "Wir wollten kein Risiko eingehen." Oese habe sich während der Kür, choreografiert zum Thema "Gollum" aus dem Film "Herr der Ringe" sehr wohl gefühlt. "Ich war sehr entspannt", sagte Oese, selbst ein wenig überrascht von seiner Gelassenheit im wichtigsten Wettkampf seiner Laufbahn.

Besonders bemerkenswert ist: Der zwölfjährige sächsische Wallach Calvador war noch zu Beginn der Saison von Bundestrainerin Ulla Ramge und Mannschaftstierarzt Augusto Fernandez als "nicht championatstauglich" eingestuft worden. Nun holte er sogar zwei Medaillen. Denn auch die Flensburgerin Sarah Kay war auf ihm angetreten und hatte in einem Herzschlagfinale Bronze erobert.

Ramge und Fernandez gehörten in Le Mans im Übrigen zu den am enthusiastischsten jubelnden Anhängern. Ist der Zwist überwunden? "Ja. Wir haben uns auf dem Championat von Anfang an sehr willkommen im Team gefühlt", sagte Andreas Bäßler. Auch Oese hatte die Vorgeschichte nicht mehr im Kopf. "Das habe ich vollkommen ausgeblendet", sagte der mit diesem Erfolg nun erfolgreichste sächsische Pferdeakrobat aller Zeiten. Er weiß: Irren ist menschlich!

Calvador erhält jetzt im Übrigen nach der knapp 1400 Kilometer langen Heimfahrt erst einmal eine verdiente Voltigierpause, Oese nicht. Für ihn bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Er wechselt vorerst vom Pferderücken an den Schreibtisch. Seine Masterarbeit liegt in den letzten Zügen. Nächstes großes Voltigier-Ziel neben der EM im kommenden Jahr: Die Weltreiterspiele 2014. Die finden dann wieder auf französischem Boden - genauer in der Normandie - statt. Terrain also, auf dem sich Oese bestens auskennt und sich sehr wohl fühlt. Auch auf Andreani wird er dort höchstwahrscheinlich wieder treffen. Der perfekte Ort für eine Revanche.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.08.2012

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