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Start-up-Unternehmen Couchfunk aus Radebeul bei Dresden will Fernsehen künftig sozialer machen

Start-up-Unternehmen Couchfunk aus Radebeul bei Dresden will Fernsehen künftig sozialer machen

Kommt der nächste große Coup in Sachen Social Media nach Facebook und Twitter aus Sachsen? Uz Kretzschmar und Frank Barth aus Dresden peilen mit ihrem Start-up-Unternehmen Couchfunk genau das an - mit einer Idee, die immerhin bereits einen finanzkräftigen Investor überzeugen konnte.

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Die beiden Dresdner Frank Barth (links) und Uz Kretzschmar haben die Couchfunk GmbH mit Sitz in Radebeul im September 2011 gegründet.

Quelle: Couchfunk GmbH

Fernsehen wollen die beiden Dresdner künftig noch enger mit Austausch in sozialen Netzwerken verknüpfen.

Mit den Neuen Medien hatten sich Uz Kretzschmar und Frank Barth schon eine ganze Weile beruflich beschäftigt. Dass das Fernsehen zunehmend auf den Boom im Social-Media-Bereich reagiert, war auch den beiden Dresdnern nicht entgangen. Insbesondere die privaten Sender setzen zunehmend auf Formate, die den Zuschauer aktiv mit einbeziehen.

„Diesen Trend wollten wir aufgreifen", erzählt Uz Kretzschmar im Interview mit DNN-Online. Mit Couchfunk, einer Internetplattform, die Fernsehgenuss mit regem Austausch und Zusatzinfos zur laufenden Fernsehsendung verbindet, wollen die beiden Jungunternehmer die heimischen Fernsehgewohnheiten revolutionieren. „Fernsehen ist heute eine ziemlich einsame und passive Angelegenheit", findet Kretzschmar. „Deshalb wandern immer mehr Zuschauer ins Internet ab, denn dort gibt es in den sozialen Netzwerken schon lange die Möglichkeit, sich zum Fernsehprogramm auszutauschen."

Die Idee zu Couchfunk entstand im Sommer 2010, und der Stoff, aus dem sie gemacht ist, mutet eigentlich eher bodenständig, fast schon nostalgisch an. „Mit Fernsehen verbinden wir vor allem Genuss und Gemeinschaft. Früher gab es das Lagerfeuer, an dem gemeinsam gesungen und geplaudert wurde", so der Geschäftsführer der jungen Firma, die ihren Sitz mittlerweile in Radebeul hat. Als First Mover auf dem Gebiet des Social TV stießen die beiden Tüftler beim landesweiten FutureSax Gründungswettbewerb Ende 2010 auf viel Begeisterung. Es folgten die Gründung der Couchfunk GmbH im September und der Marktstart der Applikation im Oktober 2011. Dass das Konzept enormes Wachstumspotenzial in sich trägt, davon ist auch der sächsische Technologiegründerfonds überzeugt, der dem Unternehmerduo mit einer sechsstelligen Fördersumme Anschubfinanzierung leistet.

Das Leitmotiv von Couchfunk sei das Wohnzimmer, erklärt Uz Kretzschmar selbstbewusst, das zugrundeliegende Prinzip einfach: Jeder, der eine bestimmte Fernsehsendung schaut, kann sich parallel auf der Couchfunk-Plattform einloggen und mit Hunderten anderen Zuschauern über Wohnzimmergrenzen hinweg austauschen. In Echtzeit werden sämtliche Gespräche, die in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook zu bestimmten TV-Sendungen geführt werden, gesammelt und in der Couchfunk-Applikation abgebildet. „Derzeit decken wir öffentlich-rechtliche und private Sender ab, zu denen die meisten Diskussionen laufen", so Kretzschmar. Besonders beliebt seien Castingformate, die vor allem jüngere User frequentierten, aber auch Serien, Weltgeschehen und Live-Sport.

Das Ganze funktioniert momentan sowohl via App mit iPhone und iPad als auch ganz normal über einen PC. Auch mit älteren Versionen von Apple ist die Anwendung kompatibel. Wermutstropfen: „Android unterstützt die Couchfunk-App derzeit noch nicht, aber wir arbeiten natürlich daran", verrät Kretzschmar, denn die Software-Plattform hätte derzeit die größten Zuwachsraten.

Nach dem erfolgreichen Launch im vergangenen Jahr schaut das junge Unternehmen nun vor allem nach vorn. „Die Förderung durch den Technologiegründerfonds hat uns einen guten Start ermöglicht, nun heißt es wachsen." Wachsen bedeutet dabei vor allem, zu halten, was sich im Businessplan zunächst vielversprechend anhörte. „Momentan sind wir da auf einem sehr guten Weg, erfüllen unsere anvisierten Ziele derzeit sogar über", zeigt sich der Geschäftsführer zufrieden. Und auch, wenn Kretzschmar über Userzahlen noch nicht öffentlich sprechen will, so viel will er dann doch verraten: „Die Resonanz auf unser Angebot ist hervorragend, wir bekommen sehr viel positives Nutzerfeedback. Und nicht zuletzt ist auch unser Geldgeber bislang mehr als zufrieden." An Platz zum Wachsen dürfte es im noch jungen Zeitalter der Neuen Medien jedenfalls kaum mangeln.

Jane Jannke

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