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Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna kann über Mangel an Wohnraum vor allem auf dem Sonnenstein nicht klagen

Wohnungsmarkt in Pirna Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna kann über Mangel an Wohnraum vor allem auf dem Sonnenstein nicht klagen

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna befindet sich laut ihres Geschäftsführers Jürgen Scheible in einer stabilen wirtschaftlichen Lage. 2015 konnte das Tochterunternehmen der Stadt mit einem Gewinn abschließen. Trotz der relativ guten Zahlen bleibt ein Problem: der hohe Leerstand.

Pirna.  Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) konnte das vergangenen Geschäftsjahr mit einem Plus abschließen. Geschäftsführer Jürgen Scheible rechnet mit einem Gewinn zwischen einer halben und einer Million Euro. Der Gesamtumsatz in 2015 lag bei rund 26,3 Millionen Euro. „Die WGP befindet sich in einer stabilen wirtschaftlichen Lage“, fasste Scheible die gegenwärtige Situation bei dem Tochterunternehmen der Stadt auf der Stadtratssitzung am Dienstagabend zusammen.

Der Konsolidierungskurs der vergangenen rund 15 Jahre muss weiter fortgesetzt werden. „Der Schuldenstand ist immer noch hoch“, sagte der WGP-Chef. Allerdings konnten die Verbindlichkeiten bei Banken seit 2001 um 75,3 Millionen Euro minimiert werden. Damals stand der größte Vermieter in Pirna und der Sächsischen Schweiz mit 192,5 Millionen Euro in der Kreide. Die Verschuldung betrug Ende 2015 noch 117,2 Millionen Euro.

Das städtische Wohnungsunternehmen muss sich laut Scheible in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. Die WGP hat weiterhin mit einem hohen Leerstand zu kämpfen. Ende Februar dieses Jahres lag die Leerstandsquote insgesamt bei 13,9 Prozent, eine leichte Verbesserung in den vergangenen zwölf Monaten. Im Vorjahr standen 14,7 Prozent der 5949 Wohnungen leer. Zum Bestand der WGP gehören darüber hinaus 17 Wohneinheiten, die zimmerweise angeboten werden, 131 Gewerbeeinheiten sowie rund 2000 Stellplätze oder Garagen.

Besonders hoch ist die Leerstandsquote auf dem Sonnenstein. Dort sind derzeit 18,9 Prozent der Wohnungen nicht vermietet. Dies ist eine leichte Verschlechterung zum Vorjahr, und zwar um 1,3 Prozentpunkte. Ein Grund ist der große Bestand an kleinen Ein-Raum-Wohnungen, die aufgrund der geringen Wohnfläche – abzüglich Bad, Küche, Flur oder Balkon misst das Wohnzimmer mitunter 13,84 oder 16 Quadratmeter – weniger gefragt sind. Dem Leerstand möchte die WGP unter anderem mit dem Neuzuschnitt von Wohnungen entgegenwirken. So sollen im „Roten Hochhaus“ zwei Ein-Raum- zu einer Zwei-Raum-Wohnung zusammengelegt werden. Diese Möglichkeit lässt die Wohnungsgesellschaft derzeit auch für die 17-Geschosser prüfen. Ob es aber dort auch zu einem Neuzuschnitt der Grundrisse kommt, hängt noch von den statischen- und brandschutztechnischen Gutachten sowie den Baukosten ab. In diesem Jahr nimmt die WGP allein für die Instandhaltung von Wohnungen 5,4 Millionen Euro in die Hand. Dazu zählen Malerarbeiten, Reparaturen, wenn beispielsweise der Wasserhahn tropft, oder der Einbau neuer Türen sowie die Komplettrenovierung nach dem Auszug eines Mieters. Für die laufende Instandhaltung des Bestandes gibt die WGP dieses Jahr weit mehr als in den vergangenen Jahren aus. Das Budget der Vorjahre lag im Schnitt bei 1,8 bis zwei Millionen Euro.

Die WGP stellt auch Wohnraum für Asylbewerber zur Verfügung. „Dass dadurch Wohnungen knapp werden, ist Unsinn“, weist Scheible mit Blick auf den Leerstand wild kursierende Gerüchte zurück. Im Gegenteil: die Städtische Wohnungsgesellschaft freut sich über Asylbewerber als neue Mieter bzw. Kunden, bleibt doch so vorhandener Wohnraum nicht ungenutzt.

Von Silvio Kuhnert

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