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Stadtwerke wollen Zauntore zum Campingplatz öffnen

Stadtwerke wollen Zauntore zum Campingplatz öffnen

Im Streit über den neuen Zaun am Waldcampingplatz in Copitz haben die Stadt und die Stadtwerke Pirna (SWP) einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Die bestehenden Tore in der Umzäunung sollen künftig geöffnet werden, damit Pirnaer den jetzt gekappten Rundweg wieder nutzen können.

Außerdem wird ein Weg um den Campingplatz geschaffen. "Somit entsteht ein weiterer Weg für Spaziergänger, Jogger und Camper", sagte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos). Er hatte gestern Nachmittag die Bürgerinitiative (BI) "Naherholung Copitz" und den SWP-Geschäftsführer Herbert Marquard zu einer Gesprächsrunde ins Rathaus geladen.

Die Emotionen in Copitz waren in den vergangenen Wochen hochgekocht, weil durch die Verlegung des Zauns am Campingplatz der Rundweg im Naherholungszentrum auf einmal blockiert war. Die bislang den Campingplatz umgebende Zaunanlage wurde so versetzt, dass die Camper einen Abschnitt des Sees frei zugänglich nutzen können. Jedoch den Pirnaern ist der Zugang zu einem Teil des Areals versperrt. "Das Naherholungszentrum in Copitz wird durch eine sinnlose Maßnahme zerstört", meinte Andrea Schmidtbauer. Die Forderungen der BI lauten daher: "Der Zaun muss weg und der Rundweg wieder her!"

Zurückbauen werden die Stadtwerke die Zaunanlage nicht. Seit Jahren machen sie mit dem Campingplatz und der Pflege des Naherholungszentrums rund 80000 Euro Miese im Jahr. "Die SWP müssen einen attraktiven Campingplatz schaffen, der auch Geld erwirtschaftet", sagte Stadtoberhaupt Hanke. Rund 1,2 Millionen Euro investiert das städtische Tochterunternehmen derzeit unter anderem in die Erweiterung der Platzkapazität, ein neues Waschhaus sowie den Bau einer Campingklause. Zu einem attraktiven Campingplatz, der mehr Gäste nach Pirna locken soll, gehöre auch der freie Zugang und freie Blick auf den See. Wenn die Stadtwerke mit dem Campingplatz Gewinne erwirtschaften, können "wir diese Erträge für Investitionen in das Naherholungszentrum nutzen beispielsweise für neue Bänke", meine SWP-Chef Marquard.

Die Tore im Zaun werden ab 30. März täglich zu den Öffnungszeiten des Naherholungszentrums aufgeschlossen. Da sie allerdings während der Winterpause auf dem Campingplatz von Dezember bis Februar verschlossen bleiben, stellen die Stadtwerke einen schon früher einmal vorhandenen Weg wieder her, der um den Campingplatz führt. "Der größere Rundweg ist das ganze Jahr über nutzbar", versicherte Marquard.

Die BI möchte den Vorschlag nun in Ruhe prüfen. Zwar wird es einen Rundweg wieder geben. "Aber in einem Punkt sind wir uns nicht einig: Das ist der Zaun. Er macht das Gelände nicht attraktiver", sagte Jürgen Schaarschmidt. Die Unterschriftenaktion der BI gegen den Zaun geht vorerst weiter.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.02.2015

Silvio Kuhnert

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