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Stadtwerke Pirna verlegen an der Klosterstraße Rohre

Stadtwerke Pirna verlegen an der Klosterstraße Rohre

Die größte Baustelle der Stadtwerke Pirna (SWP) taucht auf und dies in zweifacher Hinsicht. Zum einen gehen die Bauarbeiten ab Montag auf der Klosterstraße weiter.

Noch vor kurzem stand die gesamte Baustelle durch die Flut unter Wasser. Zum anderen wird nun der Kanal von der Rosa-Luxemburg-Straße an die in der Klosterstraße unterirdisch neu verlegte Leitung angebunden. "Der Anschluss erfolgt in offener Bauweise", informierte SWP-Sprecherin Swetlana Irmscher. Bis zu fünf Meter in die Tiefe müssen die Bauleute die Grube buddeln.

Eigentlich sollte der Bauabschnitt Anfang Juni beginnen. Doch das Hochwasser vereitelte die Pläne und ließ große Schäden zurück. Auf über vier Millionen Euro summieren sich die Zerstörungen der Elbeflut am Abwasserkanalnetz im Stadtgebiet. "Davon entfällt ein nicht unerheblicher Teil auf das komplexe Bauvorhaben", berichtete Irmscher. So verursachte die Flut Unterspülungen am neu gebauten zirka 850 Meter langen Kanal. Elbeschlamm setzte sich in Kanaltrassen und Baugruben fest und musste weggeräumt werden.

Der Anschluss ist Teil eines neuen Mischwasserkanals von der Kreuzung Kloster-/Rosa-Luxemburg-Straße zum Abwasserpumpwerk "An der Elbe". Bei dieser Leitung handelt es sich um die Hauptschlagader für die Abwasserentsorgung von Pirna und die angrenzenden Gemeinden Struppen, Dohma, Bad Gottleuba und Berggießhübel.

Der bisherige Kanal hat 70 Jahre auf dem Buckel und seine Leistungsfähigkeit längst erreicht. Im März 2012 legten die Stadtwerke mit dem Projekt los. Zuerst gruben sie vom Pumpwerk bis zum Regenüberlauf am Carolabad. Danach ging es unter Tage. Im Rohrvortrieb bohrten sich Maschinen in bis zu zehn Metern Tiefe durchs Erdreich. So ging es unter den Bahndämmen hindurch bis zur Klosterstraße und unter ihr weiter bis zur Ecke Rosa-Luxemburg-Straße. Rund 4,2 Millionen Euro an Baukosten wurden für das Vorhaben veranschlagt.

Im Bauverlauf mussten die Arbeiter immer wieder mit Widrigkeiten kämpfen. Die Altkanalbauten vor dem Abwasserpumpwerk erwiesen sich als harte Brocken. Der Stahlbeton ließ sich nur mit hohem Aufwand abreißen. Der Frost legte die Baustelle von Januar bis Ende März still. Und weil an der Rosa-Luxemburg-Straße die Ver- und Entsorgungsanlagen sehr dicht liegen und die Lage nicht genau bekannt war, zögerte sich die Einordnung der sieben Absenkbrunnen hinaus. Zuletzt kam auch noch die Flut dem Projekt in die Quere. Die Stadtwerke hoffen dennoch, im Herbst das Bauvorhaben abschließen zu können.

Während der Kanalumbindung sind ab 1. Juli die Kreuzung Kloster- und Rosa-Luxemburg-Straße sowie die Brückenunterführung aus Richtung Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Zum Carolabad und Bootshaus kann man über die Klosterstraße aus Richtung Grohmannstraße gelangen. Von der Brückenauffahrt aus bleibt die Klosterstraße für Fahrzeuge eine Sackgasse.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2013

S. Kuhnert

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