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Stadtmuseum Pirna zeigt Serviettenbilder von Hanna Andrea Last

Sonderausstellung Stadtmuseum Pirna zeigt Serviettenbilder von Hanna Andrea Last

In seiner aktuellen Sonderausstellung zeigt das Stadtmuseum Pirna Papierservietten aus aller Welt. Kuratorin, Sammlerin und Künstlerin Hanna Andrea Last demonstriert, dass die Mundtücher nicht nur zum Reinigen von Mund und Fingern sowie zur Dekoration einer Tafel dienen, sondern auch Kunstwerke sind.

Die gebürtige Pirnaerin Hanna Andreas Last kreiert Bilder aus Papierservietten.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. In seiner aktuellen Sonderausstellung widmet sich das Stadtmuseum Pirna einem Alltagsgegenstand, der auf jeder fein gedeckten Tafel zu finden ist, mit dem aber auch nicht alltägliche Kunst geschaffen werden kann – die Papierserviette. Rund 9000 verschiedene Servietten zählt Hanna Andrea Last in ihrer Sammlung. Die gebürtige Pirnaerin und Tochter des früheren Museumsleiters Karl Grumbelt entdeckte ihre Leidenschaft für Papier schon in jungen Jahren. „Es war für mich schon immer ein Spielobjekt. Ich habe gern gemalt, gebastelt, gefaltet und geschnitten“, erinnert sich die studierte Physikerin, die heute in der Nähe von Hannover lebt.

Als in den 1950er Jahren die Papierserviette den Markt eroberte, ist ihre Leidenschaft auf dieses Objekt übergegangen. Vor allem das besondere Knistern dieses Papieres sowie die farbige Gestaltung haben es ihr angetan. Sie begann Servietten zu sammeln. Als sie ihre umfangreiche Sammlung Ende der 1990er Jahren zu sichten und zu katalogisieren begann, „kam der Forschungsdrang einer Physikerin durch, etwas Neues zu machen“, wie sie berichtet. Sie begann, verschiedene Servietten durch Falten zu Bildern zusammenzusetzen. „Joinettes“, nennt sie ihre Kunstwerke, für die sie zwischen 12 und 20 Servietten verwendet. Einige Bilder enthalten mehr als 30, der Spitzenreiter „Arabia“ sogar 40 Servietten. Über 100 „Joinettes“ sind in den vergangenen Jahren entstanden. Das Stadtmuseum zeigt bis 24. Juli eine Auswahl von rund 60 Arbeiten. Darüber hinaus gibt die Ausstellung einen kleinen Exkurs in die Geschichte der Mundtücher und zeigt die gestalterische Vielfalt der modernen Papierservietten.

Am kommenden Sonnabend lädt das Museum zum Familientag ein. In der Zeit von 13 bis 17 Uhr besteht neben der Besichtigung der Ausstellung die Möglichkeit zum Serviettentausch bei einer Tauschbörse. Sammlerin und Künstlerin Last zeigt, wie ein Bild aus Papierservietten entsteht. Anne Riedrich, Mitarbeiterin im Romantikhotel Deutsches Haus in Pirna, weist Interessenten in die Kunst verschiedener Serviettenfalttechniken ein und die Pirnaerin Sabrina Lubert bastelt mit Kindern Tischkarten. Im Eingangsbereich werden Ostergestecke zum Kauf angeboten und können unter der Anleitung der Floristin Josephine Padilla-Reichenbach, Inhaberin des Geschäftes Ginkgo FloralArts in Pirna, selbst gestaltet werden.

Von Silvio Kuhnert

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