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Stadtgalerieleiterin Karin Gerhardt wird 60 Jahre alt

Stadtgalerieleiterin Karin Gerhardt wird 60 Jahre alt

Neun Jahre lang hat Karin Gerhardt die Kasperiade mitorganisiert. Bei der 26. Auflage des Radebeuler Puppentheaterfestivals heute Abend und morgen am und im Kulturbahnhof Ost wird sie jedoch nicht dabei sein.

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Karin Gerhardt

Quelle: privat

Groll hegt die waschechte Radebeulerin nicht, obwohl die Kasperiade umgezogen ist von Altkötzschenbroda zurück in den Osten der Stadt. "Ich habe einfach keine Zeit, vorbeizuschauen", sagt sie. Denn am Sonntag wird die Stadtgalerieleiterin 60 Jahre alt. Ihren runden Geburtstag feiert sie mit rund 100 Gästen im Kunsthaus Kötzschenbroda. Viele Wegbegleiter sind eingeladen, werden gratulieren - Freunde, Künstler, Mitarbeiter der 1982 gegründeten Galerie, allen voran die langjährige Kollegin Ingrid Buschmann.

Im Juni vor 29 Jahren hatte Karin Gerhardt die Aufgaben der damaligen Leiterin Gudrun Pinzer übernommen. "Ich hatte mich darum beworben, war überglücklich, dass es geklappt hat", erinnert sich die zweifache Großmutter. Bevor sie die Stelle antrat, hatte die Absolventin der Pädagogischen Hochschule Dresden unter anderem als Wurst- und Schmuckverkäuferin gearbeitet. Ihre Diplomarbeit schrieb sie einst im Fach Kunstgeschichte über Malerei und Grafik in Radebeul.

Ihre Heimat hat sie nie verlassen. Aufgewachsen in einer kleinen Villa an der Karl-Liebknecht-Straße mit Garten, Teich und Laube, sei sie als Kind umgeben gewesen von alleinstehenden Frauen, erzählt die Jubilarin. Das "innigste Verhältnis" habe sie zu ihrer Großmutter gehabt, die mit der Mutter aus dem zerbombten Dresden gekommen war. Die Großmutter nahm ihre Enkelin mit zu Konzerten, Ballettaufführungen und Ausstellungen. "Kultur gehörte für mich immer dazu", sagt Karin Gerhardt, die zeitweise bei der Stadt auch für den Tourismus zuständig war.

Dass sich die Radebeulerin so lange als Leiterin der Stadtgalerie halten konnte, be- gründet sie mit ihrem festen Willen, ihren klaren Zielvorstellungen, dem Vertrauen in die eigenen Instinkte, dem Vermögen, sich durchzusetzen und trotz ausgeprägter Phantasie nie den Sinn für die Realität verloren zu haben. "Wenn es keinen Bedarf dafür gibt, muss man selbst die schönsten Projekte abhaken können, egal wie fortgeschritten sie sind", sagt Karin Gerhardt. Heutzutage sei dies wichtiger als früher. "Im Gegensatz zu der Zeit vor 30 Jahren gibt es sehr viele Angebote und man muss sich ins Zeug legen, um die Leute für die eigenen Angebote zu gewinnen", erklärt die Jubilarin, die 1991 mit Cornelia Bielig die größte Radebeuler Kulturveranstaltung, das Herbst- und Weinfest, wiederbelebt hat. Für die Zukunft hofft sie, dass die in der Wasastraße untergebrachte städtische Kunstsammlung auf Dauer erhalten bleibt wie Heimatstube, Grafikmarkt und auch die Stadtgalerie.

In den Jahren bis 1997, bis zum Umzug der Galerie nach Altkötzschenbroda in das sanierte Ensemble mit dem heutigen Kulturamt, veranstalteten Karin Gerhard und ihre Mitstreiter noch Ausstellungen in Radebeul-Ost, in einem ehemaligen Tapetenladen an der Ernst-Thälmann-Straße, der heutigen Hauptstraße.

In den Räumen in Altkötzschenbroda finden regelmäßig Ausstellungen statt. Derzeit arbeiten viele Künstler aus der Region an dem diesjährigen Sommerprojekt "RAD, RAD, RADebeul". Die Werke der Künstler werden ab Anfang September in der Galerie gezeigt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.06.2013

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