Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Stadt und Stadtwerke Pirna verschieben Hochwassersanierung auf der Breiten Straße

Keine weitere Großbaustelle in Pirnas Innenstadt in diesem Jahr Stadt und Stadtwerke Pirna verschieben Hochwassersanierung auf der Breiten Straße

Auf der Breiten Straße in Pirna wird nun doch nicht ab Mitte August gebaut. Stadt und Stadtwerke Pirna verschieben die Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013. Die Arbeiten sollen erst im März 2017 beginnen. Für den ursprünglich geplanten Baustart in diesem Jahr konnten beide keine Baufirma finden.

Die Breite Straße in Pirna soll erst im März 2017 zur Großbaustelle werden.

Quelle: Foto: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Breite Straße wird in diesem Jahr nun doch nicht zu einer Einbahnstraße. Wie die Pirnaer Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, wird die Beseitigung der Hochwasserschäden verschoben. Ursprünglich sollte die Sanierung der Abwasserkanäle sowie der Fußwege Mitte August beginnen. Die Arbeiten hätten zur Sperrung einer Fahrspur geführt. Autos wären nur noch in Richtung B172 gerollt. Die Zufahrt in die Altstadt wäre für eine gewisse Zeit gekappt gewesen.

Als Grund für die Verschiebung des Bauvorhabens nannte die Stadt das schlechte Ergebnis bei der Ausschreibung des Bauauftrags. Die Verwaltung hat sich gemeinsam mit den Stadtwerken Pirna (SWP), die für die Kanalsanierung zuständig sind, auf die Suche nach einem Bauunternehmen gemacht. Normalerweise gehen nach einer öffentlichen Ausschreibung mehrere Angebote von Baufirmen im Rathaus ein. Die Stadt und der Stadtrat suchen sich dann das wirtschaftlichste Gebot aus. In der Regel erhält die Firma den Auftrag, die am preiswertesten baut.

Das Interesse an dem Bauauftrag für die Hochwasserschadensbeseitigung auf der Breiten Straße hielt sich allerdings sehr in Grenzen. Nur eine Baufirma hat ein Angebot eingereicht. Und dies sprengt zudem noch den Etat. Bei Stadt und SWP „ging in der festgelegten Frist jedoch kein Angebot zu, für das die Finanzierung gesichert werden konnte“, teilte die Stadtverwaltung mit. Für den Gehwegbau sind Kosten von rund 300 000 Euro geplant, in die Kanalsanierung sollen circa 550 000 Euro fließen. Beide Vorhaben werden über den Fluthilfetopf von Bund und Land gefördert.

Stadt und SWP haben nun die Ausschreibung aufgehoben. Ende dieses Jahres wollen sie einen erneuten Versuch starten. Erfahrungsgemäß bekommen Kommunen in den Wintermonaten kostengünstigere Angebote von Bauunternehmen, da sie in dieser Zeit Arbeitsaufträge für ihre Bautrupps für die kommende Bausaison suchen. In den Sommermonaten sind die Bücher dagegen gut gefüllt. Die Betriebe benötigen nicht zwingend eine weitere Baustelle. Deshalb reichen sie höhere Gebote ein. Nimmt eine Kommune das Angebot an, hübscht dies das Jahresergebnis auf, lehnt sie es ab, geht die Welt für das Bauunternehmen auch nicht unter. Durch die vielen Baustellen im Zuge der Beseitigung der Flutschäden aus 2013 können die Baufirmen aus der Region derzeit über zu wenig Arbeit nicht klagen.

Die Pirnaer Stadtverwaltung hofft nun, mit der Hochwassersanierung auf der Breiten Straße im März kommenden Jahres beginnen zu können. Dem späteren Baustart müssen nun der Bauablauf sowie die Verkehrsführung während der Bauzeit angepasst werden.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr